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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 12:07 Uhr

Große Kunst geht auf die Reise

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Skluptur „Über-See“ hatte vor den Ahrensburger Gottesbuden die Blicke auf sich gezogen

Das maritime Kunstwerk vom Alten Markt in Ahrensburg geht auf eine weite Reise. „Über-See“ heißt die Skulptur des Bildhauers Roger Rigorth, die anderthalb Jahre auf dem Gelände zwischen den Gottesbuden installiert war. Sie wird jetzt auf dem Landweg in die Schweiz befördert. Die an Reusen oder Bojen erinnernde Freiplastik wird dort in Bad Ragarz ihren neuen Standort finden. Sie wird mit dem Tieflader zur dortigen sechsten „Triennale der Skulptur“ befördert, wo etwa 80 Künstler ihre Werke präsentieren.

„Wir haben das Werk für die Ahrensburger 700-Jahrfeier zur Verfügung gestellt“, sagt Axel Richter vom Ammersbeker KunstHaus am Schüberg. Dort ist „Über-See“ vor drei Jahren während des Symposiums „NetzWerk Sehnsucht“ entstanden. Mit zwei weiteren Bildhauern nutzte Rigorth dabei das Holz von einigen Douglasien, die altersbedingt gefällt werden mussten. Daraus entstanden eine Stele und die Basis der drei Trabanten. Auf ein Stahlskelett flocht er dann aus Sisal die drei Körbe, die mit einer Mittel-Stele verbunden wurden. So wurde die Kokosfaser-Skulptur zunächst in der Hafen-City Hamburg präsentiert und anschließend in Ahrensburg. „Bisher ist sie noch in gutem Zustand, nur etwas vergraut“, sagt er. Nach dem Transport will er sie in der Schweiz überarbeiten und gegebenenfalls das Flechtwerk ausbessern.

In Bad Ragarz, dem Städtchen in der Ostschweiz nahe an der Grenze zu Liechtenstein, ist nach bisher fünf Triennalen mittlerweile der größte Skulpturenpark Europas entstanden. Dort wird die Skulptur von Mai bis November zu sehen sein.

Rigorth hofft, dass die Skulptur danach in seinem Heimatort ihren endgültigen Platz findet. „Auf einem öffentlichen Platz in Münster-Altheim“, sagt er. In dieser Gemeinde bei Darmstadt wohnt der gebürtige Schweizer heute. Seit 13 Jahren pflegt er den Kontakt zum KunstHaus am Schüberg. Mit dem Leiter, dem Bildhauer Axel Richter hat er seitdem immer wieder Projekte gestaltet.




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