zur Navigation springen

700 Jahre Ahrensburg : Große Feier zum 700. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mit einem umfangreichen Programm unter der Mitwirkung unzähliger Vereine und Ehrenamtlicher begeht Ahrensburg das Stadtjubiläum

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2014 | 18:36 Uhr

Eine Budenmeile in der Großen Straße, viel Betrieb rund um den Muschelläufer auf dem Rondeel und zwei Bühnen mit fast schon zu viel Programm: Ahrensburg feierte seine erstmalige urkundliche Erwähnung vor 700 Jahren ausgiebig. Obwohl das Wetter nur so halb mitspielte und ab und zu kleine Schauer und vor allem den gesamten Tag über graue Wolken am Himmel trübten die Partystimmung ein klein wenig ein. Doch tausende Ahrensburger und ihre Gäste ließen sich die Laune nicht verderben. Sie strömten trotzdem in die Innenstadt, die neben dem Programm auf zwei Bühnen auch mit dem verkaufsoffenen Sonntag des Stadtforums lockte. Dessen Sprecherin, Antje Karstens, zeigte sich hochzufrieden. „Unsere Gala am Sonnabend war bereits ein großer Erfolg im Festzelt mit rund 300 Besuchern. Die Band Freestyle hat uns begeistert und kam auch bei den Gästen gut an. Die Resonanz war für uns wie erhofft.“ Zuvor hatte man allerdings den Preis für die Gala gesenkt und auf den angesagten Dresscode verzichtet. So öffneten sich die Organisatoren einem größeren Publikum – und das mit Erfolg.

Auch am Sonntag war die Besucherschar bunt verteilt durch alle Generationen und sozialen Schichten – so wie es sein sollte, wenn eine Stadt sich selbst und vor allem ihre Geschichte feiert.

Vor der Veranstaltung hatten die Organisatoren der Stadt und des Stadtforums dazu aufgerufen, dass sich Vereine melden sollten, die mit dabei sein wollten. Und zur positiven Überraschung meldeten sich tatsächlich mehr Teilnehmer als erwartet, vielleicht sogar ein paar zu viel. „So eine Situation gibt es gar nicht sonst, dass wir fast froh über die eine oder andere Absage sein mussten. Wir selbst wollten nämlich keinem absagen“, so Karstens.

Und so reihte sich den gesamten Sonntag über ein Programmpunkt an den nächsten. Für unerwartete Probleme hatten dabei die Vertreter der lokalen Kirchen gesorgt. Die Predigten des ökonomischer Gottesdienst gerieten ein wenig zu lang, so dass seit Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr bereits eine Verzögerung von über einer halben Stunde im Programm entstanden war. Die Organisatoren hatten sich aber dazu entschlossen, keine Hektik in den zu langen Gottesdienst zu bringen. Die eine oder andere auftretende Künstlergruppe ließ freiwillig einen Tanz oder ein Lied weg, doch der Ablauf war ein wenig aus den Fugen geraten. „Insgesamt nicht so schlimm. Es kommen ja alle zum Zug. Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung kann das schon passieren“, so die Pressesprecherin des Stadtforums, die sich auch am Sonntag über den großen Zuspruch an der Zeltbühne freute.

Auf der Woldenhornbühne am Ende der Großen Straße gab es ebenfalls ein fast schon hektisches Programm mit Wechseln im Viertel- und Halbstundentakt. Dabei begeisterten zum Beispiel die Kinder der Grundschule „Am Aalfang“ mit zwei Liedern über das „schöne Ahrensburg“ in denen alle Vorzüge der Schlossstradt lobend besungen wurden. Aus der Partnerstadt Esplugues war die Tanzgruppe „Bastoners“ angereist. Auch sie erhielt viel Beifall. Bei Auftritten der Streetdancer, der Flamencoschule oder der Cheerleader kam Stadtfeststimmung auf. Allgemein atmete die Veranstaltung das Flair eines kleinen eintägigen Stadtfests. Das kam auch bei den Besuchern gut an. Vor allem das Lokalkolorit sorgte dafür, dass sich viele in dem Programm wiederfinden konnten. Und so tauschten die Zuhörer und Zuschauer vor den Bühnen fleißig durch, je nachdem wo gerade der eigene Nachwuchs oder die Verwandtschaft zu sehen war. Bei sonnigem Wetter wäre vermutlich noch mehr los gewesen und eine Aktion wie das City-Brunch wäre besser angenommen worden. Aber man kann ja schließlich nicht alles haben - nicht mal zum 700. Geburstag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen