Jersbeker in Lebensgefahr : Großalarm: Kohlenmonoxid löst Einsatz aus

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Bewohner in der Allee will nach einem Stromausfall im Haus mit benzinbetriebenen Stromaggregaten Licht machen - vergiftet.

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28. Dezember 2014, 16:01 Uhr

Rund um das Weihnachtsfest wurden die Feuerwehren im Amt Bargteheide-Land zu zahlreichen Hochwasser- und Überschwemmungseinsätzen gerufen. Dazu ereignete sich am 1. Weihnachtsfeiertag in den Abendstunden ein Unglücksfall in Jersbek, der einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zur Folge hatte. Ein Bewohner in der Allee wollte nach einem Stromausfall im Haus mit mehreren benzinbetriebenen mobilen Stromaggregaten für Licht sorgen. Die Abgase der Generatoren hatten hohe Kohlenmonoxidwerte in den Räumlichkeiten zur Folge. Der Mann konnte sich nicht mehr allein ins Freie retten. Im nahezu bewusstlosen Zustand war er noch in der Lage gegen ca. 21.20 Uhr den Notruf zu wählen. Die Freiwilligen Feuerwehren Jersbek und Kleinhansdorf-Timmerhorn mussten sich mit technischem Gerät über die verschlossene Haustür Zugang zum Wohnbereich verschaffen, um an die betäubte Person im Haus zu gelangen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde von einem normalen medizinischen Notfall hinter verschlossener Tür ausgegangen. Nichts deutete auf die besonderen Umstände innerhalb des Gebäudes hin. So musste später damit befürchtet werden, dass auch Einsatzkräfte der Feuerwehr das gefährliche Kohlenmonoxid eingeatmet haben. Durch die Integrierte Rettungsleitstelle Süd (IRLS) wurden vier Rettungswagen zum Einsatzort geschickt. Zum Glück stellte sich heraus, dass die Feuerwehrleute nicht verletzt wurden, mussten sich aber einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung unterziehen. Der verunglückte Bewohner des Hauses wurde durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Nach den ausführlichen Belüftungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Kriminalpolizei übergeben.


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