Gasgeruch bemerkt : Großalarm in Bargteheide — Ursache: ein Motorboot

Dieses Motorboot stellte sich  als Geruchsquelle heraus.
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Dieses Motorboot stellte sich als Geruchsquelle heraus.

Penetranter Geruch nach Gas oder Benzin aus der Tiefgarage schreckte den Hausmeister auf. Ein Großaufgebot an Feuerwehren ging auf die Suche nach der Ursache.

shz.de von
19. Oktober 2013, 10:30 Uhr

Starker Gasgeruch im Keller und im Treppenhaus schreckte gestern den Hausmeister eines Wohn- und Geschäftshauses in Bargteheide auf. Ein Anwohner hatte ihn gegen 12.30 Uhr auf einen penetranten Geruch von Gas oder Benzin aufmerksam gemacht, der aus den vier Belüftungsschächten und der Zufahrt der Tiefgarage strömte. Der Hausmeister rief deshalb die Freiwillige Feuerwehr, und die löste nach kurzer Inspektion der Lage um 12.53 Uhr Großalarm aus. Freiwillige Feuerwehr, Polizei und Sanitäter waren rasch an der Einsatzstelle, dem Voßkuhlenweg 2.

Der Straßenabschnitt blieb vier Stunden lang gesperrt. Die 26 Bewohner des Gebäudes sowie eines benachbarten Hauses und die Mitarbeiter der Geschäfte wurden zu ihrer eigenen Sicherheit evakuiert.

Weil viele Berufstätige der Bargteheider Wehr zu diesem Zeitpunkt noch auf ihren Arbeitsstellen waren, wurden auch die Nachbar-Wehren zu Hilfe gerufen. Aus Klein Hansdorf-Timmerhorn, Fischbek, Delingsdorf und Tremsbüttel rückten deshalb weitere Helfer an.

Vermutet wurde, dass Gas aus einem Auto in der Tiefgarage oder einer im Keller gelagerten Gasflasche ausströmte. Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten inspizierten das Untergeschoss. Zu Hilfe kam auch der Stormarner Löschzug Gefahrengut. Techniker von E.on untersuchten die Gasleitungen auf Beschädigungen, fanden aber keine Spuren von Erdgas in der Luft. Als Ursache stellte sich schließlich ein Motorboot heraus, das auf einem Anhänger in der Tiefgarage geparkt war. Aus dem Außenbord-Motor war Öl ausgelaufen. Ob das die Ursache war, steht noch nicht fest. „Denn außerdem waren auf dem Boot einige kleine Behälter gelagert“, sagte Wehrführer Wolfgang Schramm. Die hat die Polizei jetzt zur weiteren Untersuchung mitgenommen.

Insgesamt waren 18 Einsatzfahrzeuge in den Voßkuhlenweg gekommen. Unter dem Einsatzleiter der Feuerwehr, André Harms waren insgesamt 74 Feuerwehrleute an der Arbeit, davon 34 mit Atem-schutzgeräten. „Wir mussten angesichts der Lage am Mittag von der gefährlichsten Situation ausge-hen“, so Schramm.









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