Havighorst : Grausiger Fund auf einem Feldweg

Eine Spaziergängerin hatte die Leiche eines Unbekannten auf diesem Weg entdeckt. Der Mann starb keines natürlichen Todes. Die Lübecker Kripo sicherte bis in den Nachmittag am Fundort Spuren.
Eine Spaziergängerin hatte die Leiche eines Unbekannten auf diesem Weg entdeckt. Der Mann starb keines natürlichen Todes. Die Lübecker Kripo sicherte bis in den Nachmittag am Fundort Spuren.

Eine Spaziergängerin entdeckt kurz vor der Landesgrenze zu Hamburg die Leiche eines Mannes. Alles deutet auf Mord hin. Die Kripo Lübeck ermittelt

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06. März 2014, 06:00 Uhr

Ein Mann ist in der Feldmark in Oststeinbek offenbar einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Eine Frau hatte die Leiche am Mittwoch auf einem Feldweg (Ziegeleiweg Havighorst) gefunden und die Polizei alarmiert. Der Weg, auf dem der unbekannte Tote am Mittwochmorgen gefunden wurde, wird von Ortskundigen als Verbindung zwischen Oststeinbek und Hamburg-Lohbrügge genutzt.

„Aufgrund der Verletzungen ist davon auszugehen, dass er eines nicht-natürlichen Todes gestorben ist“, sagte Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck. Berichte, wonach der Mann erschossen worden sei, wollte er nicht kommentieren. „Wir machen zur Art der Verletzungen derzeit keine Angaben“, sagte Muhtz aus polizeitaktischen Gründen.

Um 7.33 Uhr hatte sich eine Frau bei der Leitstelle der Hamburger Polizei gemeldet und von ihrem grausigen Fund berichtet. Der Weg, auf dem der Tote lag, ist nur einen Steinwurf von der Landesgrenze zu Hamburg entfernt. Beamte aus Hamburg erschienen am Fundort, sperrten den Bereich weiträumig ab und informierten die Kollegen der Mordkommission in der 60 Kilometer entfernten Hansestadt Lübeck – ein Vorgehen genau wie im vergangenen Jahr beim Mord an einer Joggerin in Herrnburg (Nordwestmecklenburg), wo die Leiche 50 Meter von der Grenze zu Lübeck entfernt aufgefunden worden war und die alarmierte Polizei aus der Hansestadt zum Tatort eilte, um dann die Ermittlungen der Mordkommission im 65 Kilometer entfernten Schwerin zu überlassen.

Bis zum Nachmittag untersuchten Beamte der Lübecker Mordkommission und der Spurensicherung die Umgebung rund um den Feldweg, wo der Tote gefunden worden war. Auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ der Hamburger Polizei war im Einsatz, suchte die Gegend aus der Luft nach Spuren ab.

Zu den möglichen Ergebnissen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen. Auch über die Identität des Toten wurde zunächst nichts bekannt. Frühestens am heutigen Donnerstag werde es weitere Informationen geben, so Polizeisprecher Stefan Muhtz.

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