Bille in Kuddewörde : Grander Mühle erneut von Hochwasser bedroht

Großeinsatz an der Grander Mühle: Die aufgrund der Regenfälle massiv gestigene Bille bedroht Norddeutschlands älteste Kornwassermühle. Helfer bauen einen Verteidigungswall aus Sandsäcken.
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Großeinsatz an der Grander Mühle: Die aufgrund der Regenfälle massiv gestigene Bille bedroht Norddeutschlands älteste Kornwassermühle. Helfer bauen einen Verteidigungswall aus Sandsäcken.

Das kleine Flüsschen Bille hat erneut für einen nächtlichen Einsatz gesorgt. Schon im November mussten Feuerwehr und THW ausrücken.

shz.de von
23. Februar 2016, 06:41 Uhr

Kuddewörde | Land unter an der Grander Mühle, der ältesten Kornwassermühle Norddeutschlands: Der anhaltende Regen hat den Pegel der Bille, die sonst nur ganz seicht an der Mühle vorbei fließt, um 1,5 Meter ansteigen lassen. „Es ist jetzt das dritte Mal in 14 Monaten, dass wir hier im Einsatz sind“, sagte Björn Albrecht vom Technischen HiIfswerk (THW) in Mölln. Neben 25 Helfern des THW waren auch 40 Feuerwehrleute im Einsatz, um das Gebäude mit einem Sandsackwall zu schützen.

Erst Mitte November trat das kleine Flüsschen Bille über die Ufer und bedrohte die historische Mühle. Damals wurde das ansteigende Wasser ebenfalls mit einer Sandsackbarriere gestoppt. Heiligabend 2014 drang Wasser in das Restaurant, das im Gebäude beheimatet ist.

Das THW hatte 1600 Sandsäcke mitgebracht, die für solche Notfälle in der Unterkunft gelagert werden. Weitere 1000 Sandsäcke wurden aus Geesthacht geholt. Die lagerten dort seit dem letzten Hochwasser der Elbe im Juli 2013. „Wir stocken den alten Sandsackwall vom November 2015, der noch vorhanden war, jetzt noch einmal deutlich auf, weil die Bille diesmal mehr Wasser führt als zuletzt“, so Albrecht.

Der Einsatz zog sich fast die halbe Nacht zum Dienstag durch hin. So konnte verhindert werden, dass das Wasser das auf Grundmauern aus dem 14. Jahrhundert stehende Fachwerkgebäude flutete.

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