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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 09:25 Uhr

Hochwasser : Grander Mühle bedroht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Helfer versuchen das historische Gebäude mit Sandsäcken vor den Fluten zu schützen. Feuerwehr und THW sind im Einsatz.

Die anhaltenden Regenfälle haben auch im südlichen Schleswig-Holstein für über die Ufer tretende Flüsse und Überschwemmungen gesorgt.

So droht auch der Fluss Bille in Kuddewörde seine Wassermassen außerhalb des Flussbettes zu verteilen. Daher starteten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk am Montagabend einen Großeinsatz, um die dortige Grander Mühle, die als älteste Korn-Wassermühle Norddeutschlands gilt, vor den Fluten zu bewahren. In dem historischen Gebäude ist heute ein italienisches Restaurant beheimatet, dessen Besitzer Leonardo Santoiemma aus Italien sich noch mit Schrecken an das letzte Hochwasser im vergangenen Jahr erinnert. Heiligabend 2014 drangen die Wassermassen in seinen Gastraum ein und richteten dabei immensen Schaden an und vermiesten dem Gastronomen obendrein das Weihnachtsgeschäft.

Damit dieses Mal sein Betrieb und die Wassermühle davon verschont bleiben, errichteten die zahlreichen Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW vorsichtshalber einen großen Sandsackdamm um das Gebäude, sagte Mario Brauer, Einsatzleiter der Feuerwehr: „Das Wasser der Bille ist in kurzer Zeit um einen Meter hoch angestiegen. Wir versuchen mit einer Sandsackbarriere die Grander Mühle zu schützen, weil es in den nächsten Tagen noch weiter regnen wird.“

Die ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) liefern Sandsäcke auf Paletten und verbauen sie rund um das Haus. „Dann setzten wir eine Pumpe und drücken das Wasser in den Fluss zurück“, sagte Björn Albrecht, Zugführer des THW Mölln. Leonardo Santoiemma hofft, dass es seinen Betrieb dieses Mal nicht erwischt, er ist sehr dankbar für die Hilfe der Feuerwehr und des THW.

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