Bad Oldesloe : Gräber am Bahnhof – Oldesloe ohne Flüchtlingsproblem

Symbolische Flüchtlingsgräber vor der Kreisverwaltung.
Symbolische Flüchtlingsgräber vor der Kreisverwaltung.

Bürgermeister Tassilo von Bary hat keine nennenswerten Probleme, Flüchtlinge in der Stadt unter zu bringen.

Andreas Olbertz. von
24. Juni 2015, 15:49 Uhr

„Ist das wirklich Kunst …“, grübelt Bürgermeister Tassilo von Bary. … oder muss das weg. Mitglieder einer „Linken-Intitiative Bad Oldesloe“ haben auf der Grünfläche zwischen Kreisverwaltung und Bahnhof symbolische Flüchtlingsgräber angelegt, um auf das Massensterben im Mittelmeer vor Lampedusa aufmerksam zu machen.

In Bad Oldesloe haben bislang etwa 100 Flüchtlinge eine neue Bleibe bekommen. „Wir haben zurzeit ein Minus von etwa 28, glaube ich, und sollen jetzt wohl wieder welche bekommen“, berichtet der Bürgermeister. Grundsätzlich sei die Unterbringung kein Problem. „Wir haben Wohnungsangebote erhalten, auch solche, die wir ablehnen mussten. Im einen oder anderen Fall mag es etwas haken, aber grundsätzlich haben wir keine Probleme mit der Unterbringung von Flüchtlingen“, so der Verwaltungs-Chef. Es sei alles eine Frage, „wie viele auf einmal kommen“, so von Bary. Schwierig sei es für Einzelpersonen eine kleine und für größere Familien entsprechend große Wohnungen zu finden. Bürgermeister von Bary: „Alles dazwischen ist unkritisch.“ Anders wird es, wenn anerkannte Flüchtlinge, ihre Angehörigen nachkommen lassen dürfen. „Das wird problematisch, weil wir dann in kurzer Zeit große Wohnungen brauchen“, sagt von Bary.

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