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Ahrensburger erlebte 5 Intendanten, 42 Moderatoren : Gottfried Böttgers Abschied von „3 nach 9“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Deutschlands dienstältester Fernseh-Pianist freut sich auf seine Geburtstagsgala in Ahrensburg

Gottfried Böttger ist der dienstälteste deutsche Fernseh-Pianist, Professor und neuerdings auch Buchautor. In seiner Heimatstadt Ahrensburg wird er am 20. Dezember in seinen 65. Geburtstag hinein feiern. Wie es sich für einen Vollblutmusiker gehört, lädt er dazu viele Kollegen und Besucher zu einem Konzert ein. Parallel wird im Marstall und im Park Hotel musiziert.

„Bisher haben 35 Musiker fest zugesagt“, sagt Managerin Felicitas Thunecke, die das Konzert organisiert. Darunter sind Axel Zwingenberger, Jürgen Attig, Lutz Büchner, Reiner Regel und viele weitere musikalische Weggefährten aus über 45 Jahren Musikerkarriere. Zwei Bühnen und zwei Flügel werden für die Geburtstagsgala bereitstehen.

Nach 40 Jahren verabschiedet Böttger sich jetzt von der Talkshow „3 nach 9“, die er von Anfang an über all die Jahre musikalisch begleitet hat. Zum Jubiläum der Show moderieren Judith Rakers, Maria Furtwängler und Giovanni di Lorenzo, und Böttger spielt hier zum letzten Mal auf. „Ich habe fünf Intendanten und 42 Moderatoren bei Radio Bremen mitgemacht und bin als Einziger übrig.“ Er bekommt mit seinem Quartett dort einen Extraplatz für den ersten Auftritt. „Wir spielen Oscar Petersons You look good to me“, sagt er. Die Sendung am Freitag im N 3-Fernsehen beginnt um 22.30 Uhr.

Böttgers 15-jähriger Sohn Bendix eröffnet die Gala im Duett mit seinem Vater am Klavier. Für sein neu zusammengestelltes Quartett, das noch keinen Namen hat, wird es der zweite Auftritt sein.
Ein Geburtstag drei Tage vor Heiligabend hat seine Tücken. „Er fällt mitten in die Weihnachtsvorbereitungen“, sagt Böttger, „da bringen die Gäste das zweite Geschenk gleich mit.“ Nach dem Abitur beschloss er deshalb, seine runden Geburtstage richtig zu feiern. Mal in Önkel Pö’s Carnegie Hall, in der Fabrik oder der großen Musikhalle, aber immer mit vielen Musikern in einem Konzert. Nur der 60. Musste ausfallen, weil er an Krebs erkrankt war. Das habe er aber gut überstanden.

„Als Musiker habe ich auch eine soziale Verantwortung“, so Böttger. So hat er viele Benefiz-Konzerte für bedürftige Kinder in der Region organisiert. Das nächste ist für den 7. Dezember im Lübecker Kolosseum geplant. Dabei sind rund eine Million Euro zusammengekommen. Seit 1999 ist Böttger auch Professor für Mediendidaktik, die Fachhochschule Anhalt in Köthen hat ihn dazu ernannt. Dort hat er eine Arbeit über Bachs wohltemperiertes Klavier digital umgesetzt und ein elektronisches Cembalo gebaut.

Eine neue CD fasst das bisherige Lebenswerk Böttgers von 1969 bis 2014 zusammen. Seine frühen Experimente mit dem Synthesizer aus den Siebzigerjahren sind darauf. „Auch peinliche Titel, wo ich singe“, sagt er.

Schließlich ist auch die Biografie über Böttgers Leben fertig, die er zusammen mit einem Ghostwriter verfasst hat. Unter dem Titel „Im Rhythmus der Wellen die Welt entdecken“ wird sie im Januar erscheinen.

Tickets für die Gala gibt es zum Preis von 25 Euro bei den bekannten Vorverkaufsstellen und bei Ticketmaster im Internet. „Bis zu 700 Personen finden an den beiden Veranstaltungsorten Platz“, sagt Felicitas Thunecke. Am 21. Dezember wird die Feier mit einem Brunch ab 11 Uhr im Park Hotel fortgesetzt.



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