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Stormarner Tageblatt

20. November 2017 | 22:28 Uhr

Am Ziel : Goldtraum wird nach 18 Jahren wahr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Anke Lakies aus Bad Oldesloe wurde Europameisterin und Vizeweltmeisterin, der nationalen Titel aber blieb ihr bislang verwehrt. Umso größer war die Freude bei der 48-jährigen Triathletin, als sie in Bayern nun DM-Gold einheimste.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2015 | 08:00 Uhr

Manchmal dauert es etwas länger, bis man seine Ziele erreicht. Dann ist – wie bei Ausdauersportarten üblich – ein langer Atem gefragt. Seit Anke Lakies sich vor 18 Jahren dem Triathlon beim VfL Oldesloe verschrieben hat, ging es für die 48-Jährige zwar stetig bergauf. Zweimal wurde die Ausdauersportlerin Europameisterin der Seniorinnen, darüber hinaus Vizeweltmeisterin in Chinas Hauptstadt Peking und in Hamburg. Doch ein Titel blieb ihr bislang verwehrt. Jetzt ist Anke Lakies gelungen, wovon sie – zumindest sportlich – geträumt hat: Die 48-jährige Triathletin vom VfL Oldesloe ist Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse (W45) über die Sprintdistanz.

Die Freude nach dem Zieleinlauf beim Triathlon im bayerischen Ingolstadt war dementsprechend. „Ich habe nur gedacht: ‚Endlich!‘“, erklärte die Stormarnerin, die auch mit ihrer Zielzeit von 1:08:53,5 Stunden zufrieden war: „Ich habe mich wahnsinnig gefreut.“ Ihr Erfolgsgeheimnis: „Ich bin ganz entspannt an den Wettkampf herangegangen und habe mich nicht unter Druck gesetzt.“

In 14:07,8 Minuten hatte die Oldesloerin die 750 Meter Schwimmdistanz im 21,9 Grad warmen Baggersee absolviert – die meisten Athleten hatten trotz der angenehmen Temperatur nicht auf ihren Neoprenanzug verzichtet (der wäre bei 0,1 Grad mehr verboten worden). Und auch Anke Lakies, die sich nicht unbedingt „als beste Schwimmerin“ einstuft, hatte sich vor der ersten Disziplin die zweite Haut übergestreift, die für mehr Auftrieb im Wasser sorgt. Als 22. des Damen-Gesamtfeldes kam Lakies zum ersten Wechsel. „Das war eine gute Zeit, ich konnte mich sogar gegen einige Jungspunde behaupten“, erzählte Lakies mit einem Augenzwinkern.

Nach 1:42 Minuten in der Wechselzone stieg die 48-Jährige aufs Rad und lieferte auf der 20 Kilometer langen Strecke – die wie für sie gemacht schien – die neuntbeste Zeit ab. „Das Profil kam mir entgegen. Obwohl der Wettkampf in Bayern stattfand, waren keine bergigen Abschnitte dabei, es war nur leicht wellig“, verriet Lakies, die ihre Fahrt nach 32:32,9 Minuten – mit einem Durchschnittstempo von fast 37 km/h – beendet und sich durch die starke Leistung auf zwei Rädern bis auf Gesamtrang 14 nach vorn gespült hatte.

Nach 1:10 Minuten ging es dann in die Laufschuhe. Die fünf Kilometer rund um den Baggersee schloss Lakies nach 19:20,4 Minuten ab und sicherte sich so den DM-Titel ihrer Altersklasse vor Kerstin Wagner (MTV Pfaffenhofen, 1:11:14,8 Stunden) und Sabine Frisch (La Carrera TriTeam Rothsee, 1:13:35,6 Stunden). Im DM-Gesamtklassement landete die Stormarnerin auf einem starken 15. Platz.

Mit dem Meistertitel hat sich nicht nur ein Traum der Oldesloerin erfüllt, auch hat sie damit das Ticket für die vom 9. bis zum 12. Juli stattfindende Europameisterschaft in Genf und die Weltmeisterschaft in Chicago vom 15. bis zum 19. September gelöst. „Den Radkurs in Genf kenne ich bereits, der kommt mir nicht unbedingt entgegen, da dort ein zirka ein Kilometer langer Berg gleich dreimal gefahren werden muss“, gab Lakies zu bedenken: „Aber immerhin geht es danach nicht steil bergab.“ Als Generalprobe zur EM startet die Oldesloerin am 5. Juli als Titelverteidigern beim heimischen Poggensee-Triathlon.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Ingolstadt war neben Anke Lakies mit Rike Kubillus vom TSV Bargteheide noch eine weitere Stormarnerin am Start. Sie landete mit einer Zeit von 1:08:43,6 Stunden im Gesamtklassement mit Rang 13 zwar noch knapp vor Anke Lakies. In ihrer Altersklasse W  20 jedoch errang die Bargteheiderin Rang sieben. Den Titel holte sich Konkurrentin und Lokalmatadorin Maria Paulig (LifePark Max Ingolstadt) in 1:04:09,4 Stunden vor Liora Feicht (SC Prinz Eugen München, 1:04:51,1 Stunden).

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