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Bad Oldesloe : GOK-Auflösung einstimmig beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Ende ist besiegelt: Der Gewerbeverein wird innerhalb eines Jahres abgewickelt. Den Mitgliedern wurde ein Wechsel zum neue Marketingverein empfohlen.

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erstellt am 01.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) wird aufgelöst, so haben es die Mitglieder jetzt einstimmig auf ihrer Hauptversammlung beschlossen.

„Auf zu neuen Ufern“, formulierte es die GOK-Vorsitzende Susanne Relling-Peters. Zusammen mit ihren Vorstandskollegen Jörg Müller und Thomas Wolansky wurde sie zum so genannten „Liquidationsvorstand“ gewählt, der jetzt den Verein abwickeln muss. „Die Rücklagen müssen satzungsgemäß verwaltet werden. Wir müssen uns darum kümmern, wo die Akten gelagert werden können, denn die müssen wir zehn Jahre aufbewahren“, beschreibt sie einige der Aufgaben. Innerhalb eines Monats wird die beschlossene Auflösung amtlich bekannt gegeben, danach muss der Verein noch ein Jahr ruhen. Dann war es das.

Relling-Peters beschreibt die Stimmung bei der Versammlung als „ruhig, sachlich“, Bedrückung sei nicht zu spüren gewesen. „Wir haben den Mitgliedern nahe gelegt, sich im Wir-Verein zu engagieren, damit die Zusammenarbeit zwischen Kaufleuten und Stadt gewährleistet bleibt“, so Relling-Peters, die sich bereits in der Arbeitsgruppe Handel des Marketingvereins einbringt.

Es war kein Mitgliederschwund, an dem die GOK gescheitert ist. „Um die 50 Mitglieder hatten wir in den letzten Jahren immer“, erklärt die Vorsitzende. Mehr und mehr Geschäfte in der Innenstadt werden durch Filialisten betrieben – die engagieren sich nun mal nicht in örtlichen Gewerbevereinen.

„Aber es sind mehr dazu gekommen, als ausgetreten“, hat Susanne Relling-Peters beobachtet: „Aber die ganze Arbeit blieb an ein bis zwei Leuten hängen. Das ist neben Fulltime-Job und Familie nicht machbar. Da waren wir froh, dass die Stadt auf uns zugekommen ist, um die Organisation der verkaufsoffenen Sonntage zu übernehmen.“ Wenn sich drei Leute für die Vorstandsposten gefunden hätten, wäre es mit der GOK weiter gegangen – doch es gab keine Freiwilligen. Die Einzelhändlerin sieht in der Auflösung eine Chance für einen Neuanfang. „Es muss nicht immer alles unter der Bürokratie eines Vereins laufen. Wer führt Protokoll? Haben wir die Ladungsfrist eingehalten? Sind wir überhaupt beschlussfähig? ... Jetzt können wir vielleicht eher spontan was auf die Beine stellen“, sagt Relling-Peters: „Ich sehe, dass es Zeit für neue Strukturen ist.“

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