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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 17:47 Uhr

Glasfaser-Quote dümpelt weiter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadt Bargteheide hat beim Blitz-Internet (noch) eine lange Leitung

Eine Chance für schnelles Internet bleibt noch für Bargteheide. Während das Umland bereits mit Glasfasern versorgt ist, dümpelt die nötige Anschlussquote in der Stadt noch vor sich hin. Allerdings fehlen in den drei geplanten Ausbaugebieten nur noch 22, 27 und 36 Verträge. Allerdings nicht, weil es so viel Abschlüsse gegeben hätte, sondern weil die Vereinigte Stadtwerke Media die Quote gesenkt hat. 35 Prozent aller Haushalte reichen jetzt aus.

Dieses Ziel sei in greifbarer Nähe, sagt Joachim Teschke, Geschäftsführer der Bargteheider Stadtwerke: „Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was geschieht, wenn das Zentrum vom Umland abgehängt wird.“ Nur Glasfaser biete genügend Bandbreite – standardmäßig bis zu 200 Mbit im Down- und im Upload, sogar 500 Mbit oder ein Gigabit sind möglich.

Das Technikgebäude im Gewerbegebiet hat ausreichend Kapazitäten für die Versorgung der Stadt, viele Betriebe dort sind angeschlossen. Auch deshalb ist der Stadtteil östlich der Bahn das erste Erschließungsgebiet. „Lange Anbindungen sind sehr kostenintensiv“, sagt Teschke. Das Projekt sei enorm wichtig für die künftige Infrastruktur der Stadt. In Randlagen seien die Haushalte schlecht versorgt. In anderen Stadtbereichen verspürten die Teilnehmer noch keine Not, das werde sich aber rasch ändern, sagt Teschke und verweist auf die sprunghafte Entwicklung der Bandbreiten seit den 90er Jahren. „In spätestens fünf Jahren wird es ohne einen Glasfaseranschluss Probleme bei der Internetnutzung geben,“ prophezeit er.

Auch wer sich erstmals nur für einen Telefon- oder TV-Anschluss entscheidet, spart die Anschlussgebühr von 800 Euro. Bestehende Telefon und Internet-Verträge können ohne Zusatzkosten regulär auslaufen. Weder Kabel noch die alten Kupferleitungen ermöglichen Bandbreiten von Glasfaser, so VS-Media-Geschäftsführer Marius Lembicz. Entscheiden si das die Glasfaserleitungen bis ins Haus gelegt werden. Bei anderen Anbietern sei die so genannte letzte Meile vom Verteiler ins Haus weiter ein Kupferkabel. Das sei ein Nadelöhr, dass die Leistung ausbremse, so Lembicz.

Wo die Quote zuerst erfüllt ist, soll im Frühjahr gebaut werden. Zwei Paten unterstützen in Bargteheide das Projekt. Volker Heinz ist einer von ihnen. „Ich habe gelernt, dass viele es auf die lange Bank schieben“, sagt er. Hinzu komme das hohe Durchschnittsalter in den östlichen Stadtteilen.

Die VS Media hat bereits 90 Millionen Euro in den Ausbau der Netze gesteckt. Etwa 100 Gemeinden und Ortschaften werden versorgt oder sind im Ausbau. „Beihilfen sind nach EU-Recht dafür nicht zulässig“, sagt Teschke. Die Kalkulation sei heute so seriös angelegt, dass erst in 15 Jahren eine schwarze Null stehe.
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Die VS Media werden auf dem Weihnachtsmarkt am Rathaus am Sonnabend, 10. Dezember, von 10 bis 12 Uhr informieren. Auch Dienstag, 10. Januar, sind sie von 15 bis 18 Uhr im Rathaus präsent. Verträge gibt es auch im dortigen Bürgerbüro.

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