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Seriensieger : Gewohntes Bild trotz neuer Vorzeichen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wieder mal der SV Eichede: Zum fünften Mal in den vergangenen sieben Jahren gewannen die Stormarner den Rudi-Herzog-Pokal des VfL Oldesloe. Bei der 32. Auflage des Fußballturniers sprang allerdings die zweite Mannschaft des SVE für die SH-Liga-Truppe ein.

An dieses Bild haben sich die Zuschauer am Ende des Rudi-Herzog-Pokals bereits gewöhnt. Fußballer in rot-weißen Trikots stemmen die Siegertrophäe in die Höhe. Und doch war bei der 32. Auflage des beliebten Turniers in der Stormarnhalle in Bad Oldesloe alles anders. Zwar ging der Pokal erneut an den SV Eichede. Allerdings verteidigte am Sonnabendabend die Reserve der „Bravehearts“ aus der Verbandsliga den Titel, den die erste Mannschaft allein fünf Mal in den vergangenen sieben Jahren errungen hatte. Die lieferte dieses Mal jedoch zeitgleich beim Hallenmasters in Kiel einen überzeugenden Auftritt ab. „Unser Anspruch war, ins Finale zu kommen. Als Verbandsligist mussten wir uns in dem Feld nicht verstecken“, sagte Marcel Müller, Coach des SVE II: „Wir haben uns im Turnier gesteigert und verdient gewonnen.“


Vorrunde

Mit dem SV Eichede I hatte es in den Vorjahren stets einen Topfavoriten auf den Titel beim Turnier des VfL Oldesloe gegeben. Der fiel dieses Mal weg – und die Vorrundengruppen versprachen Spannung pur mit Teams auf Augenhöhe. Fünf Verbandsligisten mit Eichede II, GW Siebenbäumen, SSV Pölitz, Bargfelder SV und Preußen Reinfeld schielten nach dem Pokal. Die Ausrufezeichen setzten zunächst aber zwei Kreisligisten.

In Gruppe A überrollte Gastgeber VfL Oldesloe zum Auftakt förmlich Siebenbäumen mit 4:0, und auch der SSV Pölitz hatte dem Team von Coach Marius Kuhlke beim 1:4 wenig entgegenzusetzen. Als dann auch noch Turnierneuling 1. FC Schinkel (Kreisliga Rendsburg-Eckernförde) die beiden Verbandsligisten schlug, war die Überraschung perfekt: Siebenbäumen und Pölitz mussten nach der Vorrunde ihre Sachen packen. Die Kreisligisten waren schnurstracks ins Halbfinale marschiert.

In Gruppe B wurde im Vorfeld auf der Tribüne der „Wundertüte“ All-Star-Team einiges zugetraut. Doch die ehemaligen lokalen Fußballgrößen waren erschöpft vom Qualifikationsturnier am Vorabend. Das entscheidende Gruppenspiel gegen den SVE II verloren sie mit 0:7, nachdem die „einzige Mannschaft, die schon Enkel mit in die Halle bringt“ (O-Ton Trainer Jürgen Peters) zuvor immerhin den Bargfelder SV aus dem Turnier gekickt hatte. Anders als in Gruppe A blieben so die Überraschungen aus: Mit Reinfeld und dem SV Eichede II schafften die Favoriten den Sprung ins Halbfinale.


Halbfinale

In der Vorschlussrunde bremsten die Karpfenstädter die euphorisierten Gastgeber aus. „Wir haben den Faden verloren“, bemängelte VfL-Coach Marius Kuhlke. Den Reinfeldern folgte die SVE-Reserve durch einen knappen Erfolg über Schinkel ins Endspiel.


Spiel um Platz drei

Der VfL Oldesloe führte bereits mit 2:0, verlor dann aber erneut den Faden und gab die Partie gegen Schinkel noch mit 2:3 aus der Hand. „Manche Spieler waren schon mit anderen Dingen beschäftigt“, erklärte Kuhlke: „Platz vier ist mit Blick auf die Gruppenspiele etwas enttäuschend.“


Finale

Das mit Spannung erwartete Finale gestaltete sich überraschend einseitig. Der SV Eichede II dominierte die Partie, Reinfeld zeigte sich nach den zuvor souveränen Auftritten am Ende etwas kraftlos. So sorgte das Müller-Team durch ein 4:1 letztlich für ein schon gewohntes Bild bei der Siegerehrung.

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