Gewinner-Kitas geben Erwachsenen ein Beispiel

Gewonnen: (v.l.) Kerstin Kölln (Leiterin der DRK-Kita Wichtelhausen), Julia Hinsch (Projektverantwortliche in der Kita Wichtelhausen), Christa Zeuke (Kreispräsidentin Kreis Stormarn),  Oliver  Ruddigkeit (Sparkassenstiftung), Hans-Gerd Eissing (Fachbereichleiter Umwelt des Kreises). Foto: st
Gewonnen: (v.l.) Kerstin Kölln (Leiterin der DRK-Kita Wichtelhausen), Julia Hinsch (Projektverantwortliche in der Kita Wichtelhausen), Christa Zeuke (Kreispräsidentin Kreis Stormarn), Oliver Ruddigkeit (Sparkassenstiftung), Hans-Gerd Eissing (Fachbereichleiter Umwelt des Kreises). Foto: st

6000 Euro Preisgeld für Kitas und Grundschulen mit vorbildlichen Klimaschutzprojekten

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05. Juli 2011, 07:37 Uhr

Bad Oldesloe | Die Gewinner-Kitas im kreisweiten Wettbewerb für vorbildliche

Klimaschutzprojekte kommen aus Bad Oldesloe, Bargteheide, Bünningstedt und Ahrensburg. Der Fachbereich Umwelt des Kreises und Sparkassen-Stiftung Stormarn hatten 6000 Euro Preisgeld für Kitas und Grundschulen ausgeschrieben.

"An dem, was die Kinder hier geleistet haben und wie aufmerksam sie für einen achtsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen geworden sind, könnte sich mancher Erwachsene ein Beispiel nehmen", sagt Kreispräsidentin Christa Zeuke. Hans-Gerd Eissing, Fachbereichsleiter Umwelt des Kreises, erläuterte, dass das genau das Ziel sei: "Der Wettbewerb belohnt das Engagement in Kita und Grundschule und hat begeisternde, praktische Beispiele geliefert. Diese guten Beispiele wirken auch in den Elternhäusern und der Umgebung weiter und werden über unseren Wettbewerb bestimmt auch viele Nachahmer finden."

Die Kreispräsidentin gratulierte der Kita Wichtelhausen aus Bad Oldesloe zum ersten Platz, der mit 1500 Euro dotiert ist. Den Scheck überreichten Kreispräsidentin Christa Zeuke und Oliver Ruddigkeit, Stiftungsratsmitglied der Sparkassenstiftung Stormarn. "Ihr habt nicht nur besonders viele Klimaschutzbausteine umgesetzt", so Kreispäsidentin Christa Zeuke: "Bemerkenswert ist auch, dass dieses Thema sehr langfristig in der Kita verankert ist und hier nicht nur alle Kinder der Einrichtung und Eltern einbezogen wurden, sondern auch die benachbarte Schule am Masurenweg mit den gemeinsamen Schulstunden zum Experimentieren. Zusammen mit der Vernetzung mit dem Naturerlebnis Grabau, einem Bauernhof, der Bibliothek und der Abfallwirtschaftsgesellschaft ist das insgesamt die beeindruckendste Breitenwirkung und Vernetzung unter allen Kitaprojekten."

Der zweite Platz verbunden mit 1000 Euro Siegprämie ging an die Kita Fischteiche in Bargteheide. Faszinierend war dort, wie man den Bogen vom Thema Piraten über das spartanische Leben an Bord zu Klimaschutz und Energiesparen spannen kann. Vorbildcharakter hat auch das "rollende Bücher¬regal" mit gebrauchten Kinderbüchern. Gewürdigt wurden mit dem zweiten Platz die sehr breite Thematisierung von Klimaschutz, eine gute Vernetzung und Multiplikatorfunktion mit Kindern, Einrichtung, Eltern und Umgebung.

Jeweils 500 Euro gingen an die beiden Kitas, die gemeinsam auf den dritten Platz kamen: Das Projekt "Stromwächter" der KitaBü aus Bünningstedt (Gemeinde Ammersbek) und das Projekt "Kita ökoplus" der Kita "Kleine Nordlichter" aus Ahrensburg. Die Leistung der "Stromwächter" an der KitaBü ist, dass sie das recht schwierige Thema Strom "sichtbar" gemacht haben.

Die Kita "Kleine Nordlichter" aus Ahrensburg arbeitet an diesem Thema wohl schon am längsten - Kita ökoplus ist ein wirksames Instrument in

der "Bildung für nachhaltige Entwicklung", womit zehn Themenfelder in der Einrichtung optimiert werden. Im Juni wurde die Kindertagesstätte ausgezeichnet in den Themenfeldern: Energie und Wasser, Reinigung, Büro, soziales Engagement.

"Insgesamt zeigt dieser Wettbewerb", so Umweltamtsleiter Hans-Gerd Eissing weiter, "dass Kinder einen achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen gern und schon sehr früh lernen können. Das alte Sprichwort Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr zeigt schon, dass alles, was im Leben später Bedeutung haben und im Alltag gelebt werden soll, möglichst früh angelegt werden muss. Dieser Wettbewerb zeigt besonders den Erwachsenen, dass Hänschen viel mehr lernen und umsetzen kann, als man denkt. Wir müssen es unseren Kindern nur zutrauen. Diese wirklich vorbildlichen Beispiele kann fast jede Kita 1:1 übernehmen und umsetzen."

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