Gesunder Lebensstil spart Medikamente

Physiotherapeut Gunnar Herting (links) von der Asklepios Klinik brachte die Besucher des Gesundheitsforums im Bürgerhaus mit kleinen Übungen auf Trab.
Physiotherapeut Gunnar Herting (links) von der Asklepios Klinik brachte die Besucher des Gesundheitsforums im Bürgerhaus mit kleinen Übungen auf Trab.

Zu viel Zucker, Alkohol und Tabak sollten besonders für Diabetiker tabu sein

shz.de von
12. Juni 2014, 09:54 Uhr

Eigentlich könnte es so einfach sein: Gesundheit ist keine Hexerei, sondern basiert auf einer gesunden Ernährung, ausreichend Bewegung und möglichst wenig bis gar keinem Drogenkonsum, wobei in erster Linie Tabak und Alkohol gemeint sind. Wenn da nur nicht immer der „innere Schweinehund“ wäre, der einen ungesund essen und viel zu viel sitzen lässt. Kommen dann noch Zigaretten und regelmäßig ein paar Gläser Bier oder Wein dazu, kann das der Körper auf Dauer sehr übel nehmen. Diese allgemeine Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Vorträge der vier Referenten beim Gesundheitsforum der Asklepios Klinik, des Stormarner Tageblatts und der Barmer GEK zum Thema Diabetes. Denn diese Grundsätze gelten erst recht für Diabetiker, deren Stoffwechsel aus den Fugen geraten ist.

Wie früher die Infektionskrankheiten, so ist inzwischen der Diabetes mellitus weltweit auf dem Vormarsch. Und je dicker die Menschen werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie an einem Diabetes Typ 2 erkranken. „Alles, was das Leben süßer und schöner macht, wie Zucker und Alkohol, braucht unser Körper nicht. Wie immer macht aber die Dosis das Gift“, betonte Ernährungsberaterin Heike Hasbargen von der Asklepios Klinik, die viele Tipps für die richtige Ernährung sowie Haut- und Fußpflege gab. Drastischer drückte es Dr. Dietrich Trebe aus: „In Deutschland wird zu viel gesoffen!“ Der Blutzucker werde durch Alkohol stark erhöht, was für Diabetiker natürlich besonders schädlich sei. Eine Änderung des ungesunden Lebensstils lohne sich immer und in jedem Fall. „Dadurch werden Medikamente oft überflüssig“, so die Botschaft des Oldesloer Internisten und Hausarztes ans Publikum.

Dem half Gunnar Herting schnell mal auf die Sprünge und machte mit den Gästen ein paar Lockerungsübungen. Regelmäßige Bewegung, wie Spaziergänge, Radfahren und Schwimmen, seien besonders für Diabetiker sehr wichtig, so der Physiotherapeut der Asklepios Klinik. „Öfter mal das Auto stehen lassen, die Treppe nehmen und täglich 10 000 Schritte machen“, so der Rat.

Auf den Punkt brachte es Prof. Dr. Gerhard Hintze mit seinem Kurzreferat über Probleme des Fettstoffwechsels. „Wir Deutschen sind die Dicksten in Europa“, so der Ärztliche Leiter der Asklepios Klinik. Falsches und zu fettes Essen führe bereits bei jungen Menschen zu Arteriosklerose.

Das nächste Gesundheitsforum mit dem Thema „Anästhesie: So sicher schlafen wie in Morpheus Armen?“ am 10. September ab 19 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22.


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