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Stadtjubiläum Bargteheide : Gestatten – das ist die Schutzpatronin der Stadt!

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eine 16-Jährige spielt bei offiziellen Anlässen die Gräfin Mirizlava, die im 14. Jahrhundert mit ihrem Mann über Bargteheide herrschte.

Es ist eine besondere Aufgabe, die die Bargteheider Nachwuchsschauspielerin Judith Bange übernommen hat. Die 16-Jährige ist nämlich ab sofort nicht weniger als die Schutzpatronin der Stadt Bargteheide. Genau genommen spielt sie die Gräfin Mirizlava, die im 14. Jahrhundert gemeinsam mit ihrem Mann Johann III. unter anderem auch über Bargteheide herrschte. Vorgestellt wurde Bange – wie gestern berichtet – bei der Präsentation der Sonderprägungs-Medaille zum 700. Geburtstag der Stadt. In diesem Rahmen hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt. Viele weitere sollen folgen.

„Wir stellen uns das so vor, dass sie bei Veranstaltungen in der Zukunft als historische Person präsent ist. Das soll im Rahmen der 700-Jahr-Feierlichkeiten sein, aber auch durchaus darüber hinaus“, so Sabine Meurer von der Bargteheider Stadtverwaltung. „Für mich ist es eine Ehre und auch etwas Besonderes, jetzt eine solche Rolle über längere Zeit zu spielen“, sagt Judith Bange.

Viel Erfahrung auf der Bühne hat sie bereits gesammelt. Sie gehört seit einigen Jahren zu dem Ensemble am Kleinen Theater und war schon in diversen Produktionen zu sehen. Von dort kam auch der Tipp, dass sie diese Rolle übernehmen könnte. Ob sie später als Schauspielerin auch beruflich tätig sein möchte, kann sie noch nicht sagen. „Ich habe ja erstmal noch zwei Jahre Schule. Dann schaue ich weiter. Natürlich hat jeder, der gerne auf der Bühne steht, den Traum, das auch beruflich machen zu können. Aber dann denkt man genauer darüber nach, was das bedeutet und wie unsicher das auch sein kann“, erzählt die sympathische 16-Jährige. Das Interesse daran, die Gräfin darzustellen, sei eher schauspielerischer als geschichtlicher Neugier geschuldet. „Ich muss aber sagen, dass ich dann festgestellt habe, dass man sich so viel mehr mit der Stadtgeschichte auseinandersetzt. Das ist viel interessanter auf diesem Weg, weil man irgendwie neugierig wird“, so Bange. Sie könne sich durchaus vorstellen, die Rolle über eine lange Zeit zu spielen. „Es ist mal etwas ganz anderes und es macht Spaß. Daher: Warum nicht?“ Als eine der ersten Bargteheiderinnen bekam sie die neue Silbermedaille überreicht, auf der ihr historisches Vorbild zu sehen ist (kleines Foto). „Auch das ist natürlich eine Ehre für mich. Ich bin gespannt, was noch so kommt“, sagt sie. Gewöhnen muss sie sich noch ein wenig an ihre Gewand aus Wolle. „Das zwickt und kratzt schon ein wenig. Jucken tut es zum Glück nicht. Man gewöhnt sich auch daran, denke ich“, erzählt sie. Das Gewand wurde nach historischen Vorbildern extra für sie erstellt.

Im aktuellen Weihnachtsmärchen am Kleinen Theater“ wird sie übrigens eine ganz andere Rolle einnehmen. „Da bin ich dann die böse Stiefmutter“, erzählt sie und lacht. Neben ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei spielt sie auch Querflöte, singt ab und zu und spielt vor allem gerne Handball in der Mannschaft „Hamburg Nord“. Dort könne sie sich so richtig auspowern. Wenn es mit der Schauspielkarriere nicht weiter so gut laufen werde, sei es auch denkbar, dass sie nach der Schule „etwas im Medienbereich“ macht. „Das wechselt noch ab und zu bei mir.“

 

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erstellt am 27.Aug.2014 | 14:29 Uhr

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