Stormarner Wochenschau : Geschichten von Wasser und Watt

 Karikatur: Megi Balzer
Karikatur: Megi Balzer

Betrachtungen zum Wochenausklang: Die einen stehen knöcheltief im Schlamm, den anderen steht das Wasser bis zum Hals.

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06. Januar 2018, 08:00 Uhr

Watt?

Enttäuscht sind die rund 500 Fußballsportler des SV Preußen Reinfeld von 1909, denn auch 2018 wird es nichts mit der Sanierung der Sportplätze. Angesichts der Wetterlage kann zurzeit nirgends gespielt werden, aber in Reinfeld schwimmt der Ball auch dann noch, wenn er in Bad Oldesloe, Bargteheide oder Eichede schon lange wieder rollt. Vielleicht haben Politik und Verwaltung der Karpfenstadt ja anderes im Sinn. Die Umbenennung der Sportplätze in Watt-Arena – die von unserer Karikaturistin vorgeschlagen wird – scheint nur der Anfang. Wie wäre es mit Fußball in Gummistiefeln oder gar eine zünftige Watt-Olümpiade wie in Brunsbüttel? Ein Schlickschlittenrennen kann doch auch ganz attraktiv sein.

Wer sich einmal mit diesen Gedanken befasst hat, sieht noch ganz andere Möglichkeiten. So kann die 1. Herrenmannschaft der Preußen vielleicht sogar nahtlos in die Watt-Fußball-Landesliga wechseln? Wäre doch gelacht, wenn Reinfeld nicht der Westküste sportlich den Rang ablaufen könnte, mag man im Rathaus vielleicht denken. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Reinfelder Fußballer die neuen Sportarten annehmen. Möglicherweise fremdeln sie mit den Westküsten-Disziplinen und wollen nur eines: Fußballspielen auf ihrem Sportplatz am Bischofsteicher Weg in Reinfeld.

Wasser

Wasser, so weit das Auge reicht. Seit dem vergangenen Frühsommer gab es keine drei trockenen Tage am Stück in Schleswig-Holstein - so der Wetterdienst. Und nun regnet es gefühlt 24 Stunden am Tag.

Was bei so manchem lediglich für ein langes Gesicht sorgt, treibt den Landwirten die Sorgenfalten auf die Stirn, denn sie konnten im Herbst schon nicht jedes Maisfeld im Land abernten. Und es sorgt bei den Freiwilligen Feuerwehren und beim Technischen Hilfswerk (THW) im Kreis Stormarn für schlaflose Nächte. Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, anschwellende Bäche und alle anderen Einsätze müssen auch noch abgearbeitet werden. Wir können uns glücklich schätzen, dass so viele Männer und Frauen bei den Feuerwehren, dem THW und vielen anderen Hilfsorganisationen für uns da sind – ehrenamtlich und 24 Stunden am Tag!

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