zur Navigation springen

Trittauer Schützenplatz : Gericht: Lärm ist nicht gleich Lärm

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig will vor Entscheidung Erläuterungen zu Schützenplatz-Lärmgutachten haben.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig hat noch keine abschließende Entscheidung bezüglich des Schützenplatzes getroffen. Das Gericht will zunächst noch weitere Erläuterungen zu zwei verschiedenen Lärmgutachten haben. Das wurden am Wochenende bekannt.

Der Lärmgutachter soll erläutern, wie es darin zu unterschiedlichen Einschätzung der Lärmbelästigung der Anwohner kam. Denn erst dann kann entscheiden werden, ob der Kläger, der das Normenkontrollverfahren angestrengt hatte, überhaupt klagebefugt ist. Das hatte das Gericht angezweifelt, weil er keinen Nachteil vom Umbau des Schützenplatzes hat. Das sahen der Kläger und seine Anwälte natürlich anders.

Eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Gutachten hat Trittaus Bürgermeister Walter Nussel: „Im Jahr 2004 haben wir noch eine zwölf Meter breite Straße geplant. Heute geht es um 5,5 Meter. Es wird eine Anlieger- keine Durchgangsstraße“.

Zudem ging es um den Eilantrag, um einen Baubeginn durch den Investor Bartels-Langness (famila, Markant) zu verhindern. Da Bartels-Langness jedoch erklärte, dass es einen Baubeginn erst geben wird, wenn die Hauptsache geklärt ist, war dieser schnell erledigt.

Trittaus Bürgermeister Walter Nussel sieht die Angelegenheit optimistisch: „Der Lärmgutachter wird einiges aufklären, den B-Plan kann man notfalls nachbessern. Sollte der Kläger Recht bekommen, kann man eine Lärmschutzwand bauen.“ Über die Äußerung des Oberverwaltungtsgerichtes, dass ein traditionelles Fest über einige Tage im Jahr anders bewertet werde als Straßenlärm, zeigte sich Nussel erfeut. „Das entspricht unserer Auffassung und ist auch für die Schützen ein positives Signal“. Die werden wohl auch in diesem Jahr noch einmal auf dem alten Schützenplatz feiern, denn bis August können die Bauarbeiten aufgrund der Verzögerung nicht mehr fertig werden. In zwei bis drei Monaten wird mit einer Entscheidung in Schleswig gerechnet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen