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Hoisdorf : Geplante Schweinezucht erregt die Gemüter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Noch gibt es keinen konkreten Bauantrag aber eine Bürgerinitiative macht schon mal gegen das Projekt mobil.

Erneut ging es in der Gemeindevertretung um Schweinemast. Die Bürgerinitiative (BI) „Keine Schweinereien in Hoisdorf“ hatten in der Einwohnerversammlung im März die Politik aufgefordert, das Vorhaben kritisch zu prüfen. Bürgermeister Dieter Schippmann (DGH) wertete das als Hinweis, nicht als Antrag, das sei auch von der Kommunalaufsicht so bestätigt worden.

Auf Druck der CDU wurde der Punkt trotzdem auf die Tagesordnung genommen. „Die Punkte müssen wir sowieso bei unserer Entscheidung beachten, insofern kann man sie auch diskutieren. Aber ein Antrag ist das nicht“, so Schippmann in einem Vorgespräch.

Vertreter der Bürgerinitiative stellten unbequeme Fragen, beispielsweise ob es Pläne für den Fall gebe, dass später eine Vergrößerung der Anlage beantragt wird, und ob die Zuschüttung der Feuchtwiese am Wastenfelder Redder, dem geplanten Standort der Schweinemastanlage, genehmigt worden sei. Bürgermeister Schippmann verwies darauf, das bislang nicht mal der konkrete Bauantrag vorliege und jeder spätere Bauantrag erneut das Prüfverfahren durchlaufe.

Wolfgang Andresen (CDU) vertrat die Auffassung, dass das 5000 Quadratmeter große Biotop am Wastenfelder Redder widerrechtlich zugeschüttet worden sei. Er wertete das als Vorbereitung für die Bebauung, weil zu Biotopen Mindestabstände eingehalten werden müssten. Da die Gemeinde Siek auf ihrer Seite nichts zugeschüttet habe, sei es noch gut zu sehen und auch im Flächennutzungsplan verzeichnet.

Dieter Schippmann räumte ein, dass weder seitens der Gemeinde noch des Amtes Siek eine Genehmigung vorgelegen habe. In der Kreisverwaltung suche man noch, aber wahrscheinlich sei lediglich eine Nutzungsänderung genehmigt worden, aber kein Zuschütten.

Die BI drängte erneut darauf, den Paragrafen 35 des Baugesetzbuches auszuschöpfen, der auch in den Nachbargemeinden Köthel und Ammersbek zur Verhinderung von Mastanlagen beigetragen habe. Schädliche Umwelteinwirkungen, die Zufahrt, Mindestabstände zu Bebauungen, Biotopschutz und „empfindliche Nutzungen“, seien genug Gründe, Bauanträge abzulehnen.

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