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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 19:04 Uhr

Bad Oldesloe : Gemeinsam Lösungen finden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wird jetzt endlich alles gut mit der Leitstelle? Die Kreisverwaltung stellte jetzt den neuen Leiter und die neue Chefin des Fachbereichs für Gefahrenabwehr vor.

Der Kreis und vor allem die Kreisverwaltung Stormarn ist bekannt für ihre „Erfolgsgeschichten“. Darauf legt Landrat Klaus Plöger viel wert und er wird nicht müde, diese Überzeugung zu vertreten.

Die Integrierte Regionalleitstelle Süd, die 2013 aus den Kreisleitstellen Stormarn, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg entstand, war lange Zeit allerdings keine dieser Erfolgsgeschichten. Denn der Start verlief holprig. Immer häufiger geriet die offensichtlich überforderte neue IRLS in die negativen Schlagzeilen. Zuletzt trennte man sich – laut Plöger „einvernehmlich“ – vom Leitstellenleiter Frank Wojciechowski. „Ich habe keinen persönlichen Streit mit ihm. Er ist weiter mein Mitarbeiter und wir werden für ihn eine gute Lösung finden. Mehr gibt es dazu von mir nicht“, so Plöger.

Die Leitung der Leitstelle hat mittlerweile Carsten Horn übernommen. Der 42-Jährige war zuvor selbst als Mitarbeiter in dieser tätig und bringt viel Erfahrung aus dem Rettungsdienstwesen mit. Unter anderem verfügt er über einen Masterstudiengangabschluss im Bereich Rettungsdienst-Management. Wichtig sei ihm in seinen ersten Wochen gewesen, erstmal für ein besseres Arbeitsklima zu sorgen und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. „Das ging vor allem durch Gespräche. Ich finde es entscheidend, sich die Probleme, Sorgen und Wünsche anzuhören“, erklärt Horn. 30 feste Vollzeitangestellte arbeiten unter ihm in der Leitstelle. „Ich hatte erkannt, dass Carsten Horn eine besondere Fähigkeit hat, mit seinen Mitarbeitern umzugehen. Daher habe ich ihn dann auch dem Landrat vorgeschlagen“, so die Leitende Kreisverwaltungsdirektorin Anja Kühl.

Horns neue Chefin ist Dagmar Thomitzek. Die 51-Jährige hat ab sofort die Fachbereichsleitung des Fachdienstes 46, Gefahrenabwehr und IRLS, inne. Zuletzt war sie zehn Jahre als Geschäftsführerin des THWs in Hessen und Niedersachsen tätig. „In Sachen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Verbänden, Ausbildung und Übungen sind die Aufgaben durchaus ähnlich. Natürlich gibt es hier auch noch andere Anforderungen. Ich möchte zunächst erstmal viele Gespräche führen und alle kennenlernen“, so Thomitzek. Sie wisse, dass in ihrem neuen Fachbereich durchaus auch so manche Herausforderung auf sie warten wird.

Im Frühjahr 2016 erhält die Leitstelle eine neue Telefonanlage und neue Software. Auch die Umstellung auf Digitalfunk und neue Rufnamen steht an. „Wir haben da jetzt in dieser neuen Struktur zwei Mitarbeiter mit einer hohen Fachkompetenz. Arbeiten sie zusammen als Team, wird es eine neue Stormarner Erfolgsgeschichte, da bin ich sicher“, so Plöger.

Gemeinsam mit Kühl wies er am Rande des Gesprächs darauf hin, dass zwei der vier Verfahren gegen die Leitstelle eingestellt worden seien. „Auch das sollte man durchaus vermelden, finde ich. Es war eine Zeit lang sehr in Mode gekommen, hauptsächlich auf die Leitstelle einzuhauen“, so Plöger. „Wir sind da jetzt aber auf dem richtigen Weg.“  

 

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