Trittau/Siek : Gemeinderat wächst deutlich

Hört auf: Peter Lange (SPD Trittau).
Hört auf: Peter Lange (SPD Trittau).

In Trittau und den Gemeinden der Ämter Trittau und Siek wird sich nach den Wahlen einiges verändern.

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08. Mai 2018, 13:35 Uhr

In Trittau wird die neue Gemeindevertretung deutlich größer. Durch fünf Überhangs- und Ausgleichsmandate wächst die Zahl der Sitze auf 24. Die BGT konnte ihre Stimmenzahl mehr als verdoppeln und kommt auf fünf statt zwei Sitze. Die CDU stellt neun Gemeindevertreter, zwei mehr als bisher. Die Grünen konnten sich um einen Sitz verbessern und sind jetzt zu viert. Die SPD bleibt bei sechs Sitzen.

„Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Für weitere fünf Jahre werden wir grüne Politik in Trittau verfolgen“, so Fraktionsvorsitzende Sabine Paap. Das schlechtere Abschneiden der SPD führt Fraktionsvorsitzender Peter Lange, „in erster Linie auf den Bundestrend“ zurück. Er stand auf Platz 8 und wird nicht mehr dabei sein. „Das ist okay. Ich bin 35 Jahre in der Politik, weiß, was ich gemacht habe und habe ein Alter, in dem man aufhören kann“, so der 67-Jährige.

In Siek stellt künftig wieder die CDU den Bürgermeister. Die Christdemokraten um Andreas Bitzer holten die absolute Mehrheit (50,7), was ihnen zuletzt 2003 gelungen war. Die Sozialdemokraten um Noch-Bürgermeister Arnold Trenner kamen auf 35 Prozent, die FDP holte 14,3 Prozent.

In Braak gewinnt die CDU um Bürgermeister Hans-Ulrich Schmitz hinzu, wird mit 48,4 Prozent aber nur zweitstärkste Kraft. Die Mehrheit holt die BWG, die sich aus den Wählergemeinschaften BBV und ADB gebildet hatte. „Wir müssen ein bisschen schnacken“, sagt Schmitz. Zeit ist bis zur konstituierenden Sitzung am 11. Juni.

Spannend könnte es in Stapelfeld werden, wo die WGS von Bürgermeister Jürgen Westphal mit 39,6 Prozent nur knapp vor der CDU (37,4) landete. SPD: 23 Prozent. In Brunsbek bleibt Olaf Beber im Amt. Seine ABW verlor zwar leicht, liegt mit 63,3 Prozent, aber weiter deutlich vor der CDU (36,7).

In Hoisdorf kann die DGH von Bürgermeister Dieter Schippmann ihre absolute Mehrheit nur knapp verteidigen. 50,5 Prozent bedeuten allerdings ein dickes Minus von 14,5 Prozentpunkten. Die CDU legt um 9,3 auf 31,5 Prozent zu, die SPD verliert 2,9 Punkte und kommt auf 10,1 Prozent, die FDP holt aus dem Stand 7,9 Prozent.

In Lütjensee kann sich die SPD von 23,8 auf 30,8 Prozent verbessern, entsprechend verliert die CDU fünf Punkte, hat mit 69,2 Prozent aber immer noch mehr als eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Die größten Verschiebungen gab es in Großensee, wo dieses Mal nicht nur CDU und BFG, sondern auch SPD und AWG antraten. Die BFG von Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers bleibt zwar stärkste Fraktion, 39,8 Prozent sind aber fast eine Halbierung der 68,3 Prozent von 2013. Die CDU musste sogar mehr als eine Halbierung hinnehmen, stürzte von 31,7 auf 14,3 Prozent. Die AWG schaffte gleich 33,9 Prozent, die SPD 12,1.

In Rausdorf hat die WGR die DRW abgehängt. 49,9 zu 50,1 Prozent hieß es 2013. Jetzt holt die WGR 56,8 Prozent. In Grande liegt die GW mit Bürgermeister Heinz Hoch mit fünf nur noch einen Sitz vor der WGG. In Hamfelde wurden HWG und WGH zu AHWG, die sechs Sitze bekommt, und AWGH mit drei Sitzen.

In Grönwohld verbesserte sich die CDU von Bürgermeister Ralf Breisacher leicht auf 63,6 Prozent, die SPD verlor etwas und kam auf 36,4 Prozent. In Witzhave trat die CDU nicht mehr an, ebenso die Bü-Wi. Jetzt gibt es nur noch die WW und Peter Linnow aus der BüWi, der auf 11,8 Prozent kam.

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