Hammoor : Gemeinde macht Weg frei für den Autohof

Mehrere Vorranggebiete für Windkraft wurden wieder gestrichen, zwei Flächen kamen aber auch neu in den vorläufigen Plan.
Mehrere Vorranggebiete für Windkraft wurden wieder gestrichen, zwei Flächen kamen aber auch neu in den vorläufigen Plan.

Nachdem das Wind-Kataster kein Hindernis mehr ist, soll Anfang September der B-Plan aufgestellt werden.

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27. Juli 2018, 06:00 Uhr

Die Gemeinde Hammoor hat den Weg für den Bau eines Autohofs frei gemacht. „Das kann jetzt losgehen“, sagt Bürgermeister Andreas Jendrejewski (AWH). Anfang September soll der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst werden. Jendrejewski geht davon aus, dass Detlev Hinselmann, der Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) „bis Anfang August auf uns zukommen wird.“

Über mögliche Standorte für einen Autohof an der A 1 in Stormarn wird seit 25 Jahren geredet. Der Lkw hat seitdem nochmal stark zugenommen und soll auch in Zukunft ansteigen. Parkplätze auf Rastplätzen sind seit Jahren Mangelware, so dass Lkw-Fahrer, die ihre Ruhepausen einhalten müssen, auf Gewerbegebiete und Straßen in Kommunen an der Autobahn ausweichen.

Obwohl Hammoor direkt am Kreuz Bargteheide liegt, kam es als Standort für einen Autohof erst 2010 ins Gespräch. Der zunächst angepeilte Standort in Hammoor musste aber wieder gestrichen werden, nachdem die Baupläne für ein echtes Autobahnkreuz vorlagen. Weil das Gesetz Mindestabstände zu einem Kreuz vorschreibt, muss die Anschlussstelle nach Norden verschoben werden. Für die Abfahrt nach Hammoor wird westlich neben der A 1 eine neue Straße gebaut, für die Auffahrt gen Norden eine Straße auf der östlichen Seite, die auch zu dem geplanten Autohof auf sechs Hektar an der L 89 führen wird. Der soll Tankstelle und Gastronomie, möglicherweise auch Motel und eine Tourist-Info aufweisen.

Vor zwei Jahren stand das aber plötzlich wieder zur Disposition, weil das Land in seinem Windkraft-Kataster zwei Flächen bei Hammoor vorgesehen hatte. Sowohl die auf Lasbeker Seite als auch die Fläche zwischen A  1 und A 21 hätten den Autohof verhindert. Anfang Juli stellte die neue Landesregierung die überarbeiteten Pläne vor. In der zuerst veröffentlichten Karte war die Windkraft-Fläche zwischen den Autobahnen irrtümlich noch enthalten. Tatsächlich wurde beide Flächen gestrichen.

Raus sind auch Flächen am Klingberg, östlich von Delingsdorf, zwischen Steensrade und Meddewade, östlich Eichede sowie die südliche Teilfläche zwischen Havighorst und Rehhorst. Die nördliche Teilfläche auf Stormarner Gebiet (Sto 003) sowie eine weitere auf der anderen Seite drei Kreisgrenze (Seg 042) blieben im Plan. Ebenso „Lau 006“ östlich Barkhorst/Lasbek-Dorf sowie „Lau 014“ zwischen Eichede und Schiphorst.

Gestrichen wurde eine Fläche südlich Langelohe, westlich Kronshorst. Brunsbek bleibt aber trotzdem im Windkataster: Eine Fläche östlich Papendorf unterhalb der L92 wurde als Vorranggebiet aufgenommen. Neu sind auch Gebiete zwischen Schadehorn und Feldhorst (Sto 304) sowie direkt hinter der Kreisgrenze bei Groß-Niendorf (Seg 057). Auf Stormarner Seite Richtung Tralau stehen dort bereits Windräder. Sie dürfen auch bleiben, aber nicht aufgepowert werden. Dass gilt ebenso für die Windräder in Nordstormarn östlich von Westerau und nördlich von Havighorst.

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