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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 01:29 Uhr

Persönlicher Rekord : Gelungene Generalprobe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Speerwerferin Leoni de Graaf holt Silber bei den Norddeutschen U 20-Meisterschaften und fährt optimistisch zur Deutschen Meisterschaft. Der Wettkampf entwickelte sich zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen.

Sie hatte allen Grund zur Freude. Mit persönlicher Bestleistung, der Silbermedaille im Speerwurf und dementsprechend gut gelaunt war Leoni de Graaf von den Norddeutschen Einzelmeisterschaften der U20 aus Berlin zurückgekehrt. Die Leichtathletin des VfL Oldesloe feierte nicht nur den Vizetitel, sondern auch eine gelungene Generalprobe für die anstehenden Deutschen U 18-Meisterschaften in Bochum.

Auf 42,70 Meter warf die 17-Jährige den 600 Gramm schweren Speer im Stadion in Lichterfelde. „Damit bin ich absolut zufrieden, auch wenn es etwas weiter hätte sein können. Ich hatte mir aufgrund der Trainingsleistungen 44 Meter erhofft, aber die Würfe waren technisch sauber, das war das Wichtigste“, sagte de Graaf nach ihrer persönlichen Bestweite und scherzte: „Den weitesten Wurf habe ich mir noch für die Deutschen Meisterschaften aufgespart.“ Bei den U 18 wird sie dann mit dem 500-Gramm-Speer antreten – und peilt die 46-Meter-Marke an.

Zwischen de Graaf und der späteren Siegerin Charleen Michelle Wallmann (Bramstedter Turnerschaft) entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Die Oldesloerin legte vor, ihre ehemalige Trainingspartnerin zog nach. So schaffte de Graaf im ersten Versuch 41,70 Meter, Wallmann setzte sich aber mit 41,77 Metern an die Spitze. Die Konkurrenz kam nicht ansatzweise auf diese Weiten. Mit 41,75 Metern schrammte de Graaf im zweiten Durchgang an der Bestweite knapp vorbei, Wallmann erhöhte auf 41,94 Meter. Dann übernahm die 17-jährige Stormarnerin kurz die Führung, als der Speer bei 42,42 Metern landete, doch Wallmann konterte mit der späteren Siegweite von 43,76 Metern. Im fünften Durchgang warf de Graaf ihre persönliche Bestleistung, konnte im letzten Versuch aber keinen Angriff auf Gold mehr starten. „Da habe ich dann zu viel gewollt, bin hohes Risiko gegangen und habe einfach verrissen. Der Speer wäre bei 41 Metern gelandet, da habe ich den Versuch ungültig gemacht, damit die Richter nicht extra messen müssen“, erklärte de Graaf.

Sie blieb die Einzige der sieben Teilnehmer aus dem Kreis-Leichtathletik-Verband (KLV) Stormarn, die mit Edelmetall zurückkehrte. Ihre Teamkollegin Marieke Vagt verpasste als Fünfte des Vorlaufs über 200 Meter (27,73 Sekunden) das Finale. Über 400 Meter landete Adrian Hutschalik (TSV Glinde) in 51,05 Sekunden auf Rang acht, vor Robin Römer (LG Reinbek-Ohe, 15.) in 53,12 Sekunden und Pascal Michalski (LG Glinde, 17.) in 54,31 Sekunden. Sieger Jakob Krempin (TSG Bergedorf) war in 49,19 Sekunden eine Klasse für sich. Über 800 Meter lief Julio von der Wense Goncalves (LG Reinbek-Ohe) in 2:04,52 Minuten als 14. über die Ziellinie. Im Stabhochsprung verpasste Kim Laura Thiede (LG Glinde) mit 3,50 Metern als Fünfte eine Medaille.

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