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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 01:16 Uhr

Bad Oldesloe : Geld für Stadtfest bewilligt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Politiker machen den Weg für Feier im Mai frei. Im dritten Anlauf wird der Zuschuss für das Oldesloer Stadtfest doch noch im Haushalt eingeplant.

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erstellt am 24.Nov.2015 | 18:08 Uhr

Das Murren war laut und deutlich, aber nach einstündiger Diskussion haben die Mitglieder des Sozialausschusses das Geld für das Stadtfest doch bewilligt. Mehrheitlich – die SPD stimmte dagegen.

Die Stadt hatte dem Verein altStadt das Stadtfest weggenommen und die Veranstaltung neu ausgeschrieben. Die Agentur Tiedemann art production hat den Zuschlag bekommen – die Stadt zahlt dafür 10  000 Euro. Das kam bei den Ausschussmitgliedern gar nicht gut an, der Haushaltsansatz wurde nicht bewilligt. Auf einer Sondersitzung vor der Stadtverordnetenversammlung sollten alle offenen Fragen geklärt werden.

Wie Bürgermeister Tassilo von Bary erklärte, hätten sich drei Agenturen um das Stadtfest beworben. Zwei hätten ein Konzept eingereicht. Tiedemann art production überzeugte. Die Hamburger gehen von einem Etat mit etwa 80  000 Euro aus. „Darin ist noch kein Cent an Agenturleistung enthalten“, erklärte Geschäftsführerin Christine Tiedemann: „Ich werde nicht mit Säcken voller Gold nach Hause gehen.“ Im Gegenteil: Erfahrungsgemäß könne sie froh sein, wenn das erste Jahr mit einer schwarzen Null abschließe. Bislang habe sie keinen Sponsor.

Das Stadtfest Ende Mai kommenden Jahres soll unter dem Motto „feiern wie zu Hause“ stehen. Dafür wird die Innenstadt sprichwörtlich in Zimmer aufgeteilt: Gute Stube, Küche, Partykeller, Kinderzimmer … jedes mit eigenem Programm, dafür werden bis zu vier Bühnen aufgestellt. „Lassen sie uns zusammensetzen und aufschreiben, was wichtig ist und gemeinsam versuchen, es umzusetzen“, regte Christine Tiedemann an. Sie wolle nichts „überflanschen“, sondern vielmehr lokalen Initiativen behilflich sein.

„Wenn wir das jetzt durchgehen lassen, kommt das im nächsten Jahr wieder, ohne dass wir die Möglichkeit haben, nein zu sagen“, kritisierte Gudrun Möllnitz (CDU). Der Vertrag mit Tiedemann sieht vor, dass die Agentur bei Interesse auch die Stadtfeste 2018 und -20 ausrichtet. Die Diskussion ergab, dass es an der Agentur nichts auszusetzen gab, auch am Konzept wurde keine Kritik laut. „Wir fühlen uns einfach überrumpelt und vor vollendete Tatsachen gestellt“, formulierte es Annika Dietel (SPD). SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann ging noch einen Schritt weiter: „Die Diskussion geht in die völlig falsche Richtung. Wir Politiker werden so hingestellt, als wollten wir mal wieder nicht. Dabei war von Anfang an nicht geplant, mit uns zu reden. Es wurden erst Fakten geschaffen und dann diskutiert.“

Bürgermeister Tassilo von Bary widersprach nicht. Im Gegenteil. „Es war unser Fehler, die politischen Gremien nicht ins Boot zu holen. Das hätte spätestens im September in den Ausschuss gemusst“, räumte er ein.

Am Ende stimmten außer der SPD alle Fraktionen für die Freigabe der Mittel.

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