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Friedhof Trittau : Gedenkstein erinnert an polnische Zwangsarbeiter

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Namen der vier Toten wurden auf einem Gedenkstein verewigt, der an die Folgen von Krieg und von Gewalt erinnern soll.

Auf dem kirchlichen Friedhof erinnert jetzt ein Gedenkstein an vier polnische Zwangsarbeiter. Zur Einweihung war Marek Sorgowicki, polnischer Vizekonsul, aus Hamburg gekommen, der dem ehrenamtlichen Initiator, Asmus Bergemann, für sein Engagement dankte.

„Wir haben in Polen gerade den 70. Jahrestag zum Ende des zweiten Weltkriegs und den 50. Jahrestag des Briefs der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtskollegen begangen, der die Versöhnung eingeleitet hat. So ein Stein ist eine Rarität“, sagte der Vizekonsul. Bislang erinnerten Holzkreuze, schon einmal neu gestrichen und verschraubt , ganz am Ende des Friedhofs an die polnischen Zwangsarbeiter. Ein Hinweisschild am Haupteingang des Friedhofs, angebracht von der Stiftung Geschichtskultur, erklärt die abseitige Lage: Die polnischen Zwangsarbeiter durften seit 1942 nur abseits von den Deutschen beigesetzt werden. Asmus Bergemann, der sich seit vielen Jahre um die Aufarbeitung der Kirchengeschichte verdient macht, hat ermittelt, wie die vier Männer hießen, woher sie kamen, und er hat sich für den Gedenkstein eingesetzt. „Es war mir wichtig, die Namen zu bewahren, sie schaffen Identität“, so Bergemann.

Die Opfer: Jan Staszczak stammte aus der Region Krakau, war Landarbeiter und starb an Herzschwäche. Adam Gorlaski kam aus Lemberg, heute Ukraine, war ebenfalls Landarbeiter und litt an Epilepsie. Ein dritter Landarbeiter war Antoni Sabek aus Südpolen. Er starb an Asthma sowie Alters- und Kreislaufschwäche. Der vierte Mann galt als Student der Mechanik. Er arbeitet im Kurbelwellenwerk in Glinde und kam aus der Ecke Danzig, starb früh mit 25 Jahren an einer Schussverletzung. Der Hergang ist bis heute ungeklärt. Die Namen der vier Toten wurden jetzt auf einem Gedenkstein verewigt, der „immer an die Folgen des Krieges und von Gewalt erinnern soll“, so der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Jens Dittmer.

>Tipp: Asmus Bergemann empfiehlt den Besuch der akteullen Ausstellung im Hamburger Museum für Arbeit zum Thema Zwangsarbeit.





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