Evakuiert : Gasgeruch im Pflegeheim

Feuerwehrleute untersuchen vor dem Altenheim Forsthaus in Grande den kleinen Kühlschrank.
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Feuerwehrleute untersuchen vor dem Altenheim Forsthaus in Grande den kleinen Kühlschrank.

Kleiner Kühlschrank löst großen Alarm aus. Mitarbeiter und Bewohner der Pflege- und Betreuungseinrichtung „Forsthaus“ in Grande erlebten gestern Schrecksekunden und mussten das Gebäude sogar verlassen.

Andreas Olbertz. von
30. August 2013, 06:00 Uhr

Das war ein gehöriger Schreck in der Mittagsstunde: Die Pflege- und Betreuungseinrichtung „Forsthaus“ musste gestern nach einem Gas-Alarm evakuiert werden. Mitarbeiter hatten im Dachgeschoss einen strengen Gasgeruch wahrgenommen. „Sie machten das einzig Richtige in dieser Situation. Das obere Geschoss wurde sofort evakuiert und die Feuerwehr alarmiert“, lobt Otto Heydasch, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands, das Personal.

Die Wehren aus Witzhave und Grande rückten an. Weil die Einsatzkräfte unter der Leitung von Wehrführer Jörg Reinhardt aber Gasgeruch im ganzen Haus wahrnahmen, wurde die Einrichtung komplett evakuiert: 27 Bewohner im Alter zwischen 48 und 98 Jahren und sechs Pflegekräfte mussten raus. Weil das Wetter gut war, durften sie den weiteren Einsatz vom Garten aus verfolgen.

Atemschutzgeräteträger konnten die Quelle des Gasaustritts mit ihren Messgeräten allerdings nicht lokalisieren. Deshalb wurde ein Erkunder des Löschzugs Gefahrgut angefordert. Der stellte wenig später fest, dass aus dem Kältekreislauf eines kleinen Kühlschranks Amoniak austrat. Otto Heydasch: „Amoniak ist gefährlich, hoch giftig und führt zu Atembeschwerden.“ Der Kühlschrank wurde kurzerhand ins Freie gebracht und das Gebäude ordentlich durchlüftet. Einsatz beendet. „Gegen 14.45 Uhr konnten die Leute wieder rein“, so der Pressesprecher. 25 Feuerwehrleute waren zum Pflegegeheim ausgerückt.

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