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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 18:42 Uhr

Für verantwortliches Wirtschaften

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Ahrensburger Rainer Gruszczynski (rechts) engagiert sich mit der Initiative „Cotranga“ in Westafrika. Der Kaufmann und Diplom-Handelslehrer hat viele Erfahrungen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit gesammelt.

Viele Ahrensburg engagieren sich zurzeit für Flüchtlinge. Es gibt auch welche, die fördern wollen, damit Menschen in ihrer Heimat Zukunftsperspektiven sehen können. Beim nächsten Treffen des Interkulturellen Gesprächskreises am Mittwoch (19.45 Uhr in der VHS) wird Rainer Gruszczynski über seine Ahrensburger Initiative Cotranga (Coopération Transparente Germano-Africaine) und sein Engagement in Westafrika – vor allem in Togo – berichten.

Rainer Gruszczynki, Kaufmann und Diplom-Handelslehrer, hat viele Erfahrungen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit gesammelt. Cotranga fördert Eigeninitiative und verantwortliches Wirtschaften und will ausdrücklich der weit verbreiteten Korruption entgegenwirken – Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung hin zu mehr Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten. Das Projekt folgt dabei Muhammad Yunus’ Modell für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, verschenkt aber kein Geld, weil diese Praxis erfahrungsgemäß Korruption begünstigt. Die Initiative fördert durch die Vergabe von Krediten und auch Zinszuschüssen die nachhaltige Entwicklung kleiner Unternehmen. Dazu gehört zu Beispiel ein Montagebetrieb von Solarlampen zur Einsparung von Kerosin und landwirtschaftliche Genossenschaften, die Anbau und Vertrieb so entwickeln, dass sie Überschüsse erwirtschaften – für den Ausbau der Betriebe, für die Ausbildung der Kinder und für Rücklagen für Einkommensausfälle bei Krankheit oder Missernten. Am Mittwoch, 23. September, wird Rainer Gruszczynki um 19.45 Uhr sein Konzept in der VHS (Bahnhofstr.24) vorstellen und von seinen Erfahrungen in Togo, Burkina Faso und Benin berichten. Der Eintritt ist frei.

Erstmalig möchte Cotranga zudem junge Leute unterstützen, die sich im Freiwilligen Sozialen Jahr im Bereich der Völkerverständigung und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit engagieren. Die Stipendiaten sollen zum Beispiel als (Hilfs-)Lehrer in einer togoischen Schule, als Bürokraft, Handwerker oder pädagogische Hilfskraft in einem Sozialprojekt oder als landwirtschaftliche Hilfskraft in einem Entwicklungsprojekt in Westafrika arbeiten. Von den Entsendeorganisationen werden die Stipendiaten angehalten, für ihren Eigenanteil am FSJ einen Förderkreis aufzubauen. An diesem Förderkreis beteiligt sich Cotranga und nimmt Bewerbungen aus Ahrensburg und Umgebung an unter Rainer Gruszczynski (info@cotranga.org) oder Gerhard.Bissinger entgegen (Gerhard.Bissinger@social-business-stiftung.org.

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