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Ernüchterung : Für Trittau wird die Luft dünner

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Badminton-Bundesliga hat der abstiegsbedrohte Aufsteiger TSV Trittau am Wochenende zwei Niederlagen kassiert. Besonders die gegen den direkten Konkurrenten aus Rosenheim war besonders bitter.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 07:50 Uhr

„Es kam anders, als es sollte“, konstatierte Teammanagerin Sabina Persson. Für den TSV Trittau war es ein verkorkstes Wochenende in der Badminton-Bundesliga. Beim Auswärtstrip nach Lüdinghausen (0:6) und nach Rosenheim (2:4) kassierte der Aufsteiger zwei Niederlagen. „Niederschmetternd“ (Persson) war die Pleite gegen die Bayern, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Schon am Freitag, kurz vor der Abfahrt, kam die erste schlechte Nachricht. Um 15.30 Uhr erhielt Persson eine SMS von Sarah Walker. Die beste Einzelspielerin des TSV musste kurzfristig passen, hatte sich bei einem Turnier in Wales verletzt. „Wir hatten mit einem sicheren Punkt von ihr gegen Rosenheim gerechnet“, so Persson. Immerhin konnte Paulien van Dooremalen an beiden Tagen einspringen.

Nachdem der TSV gegen den starken SC Union Lüdinghausen am Sonnabend chancenlos blieb, sollte in Rosenheim unbedingt gepunktet werden. Dafür wurde sogar der Flug von Natalie Chan-Lam, die eigentlich für die zweite Mannschaft aufschlagen sollte, kurzfristig nach München umgebucht.

Es entwickelte sich eine enge Partie zwischen den beiden abstiegsbedrohten Teams. Schon das erste Match ging über die vollen drei Sätze. Trittaus Niederländer Jelle Maas und Robin Tabeling überzeugten im zweiten Durchgang mit einer starken Leistung, verloren gegen Oliver Roth und Peter Käsbauer aber etwas die Linie und mussten sich 16:21, 21:13, 18:21 geschlagen geben. Danach sicherten van Dooremalen und Lim sowie Ary Trisnanto den Gästen eine gute Ausgangsposition. Doch Walkers Ersatz Chan-Lam musste sich im Einzel Julia Kunkel in drei Sätzen knapp geschlagen geben (15:21, 21:14, 20:22). Maas und Lim waren dann im Mixed chancenlos, also lag es an Kapitän Nikolaj Persson, doch noch einen Punkt aus Rosenheim zu entführen. Allerdings gelang es auch dem 22-Jährigen nicht, sein Match zu gewinnen. Ebenfalls in drei Sätzen verlor Persson, auch weil es umstrittene Schiedsrichterentscheidungen gegen ihn gab.

„Es ist schon niederschmetternd, wenn man so knapp verliert“, sagte seine Mutter und Teammanagerin: „Jetzt sieht es nicht gut aus.“ Nach dem bitteren Krimi bleiben die Trittauer (3:13 Punkte) auf dem ersten Abstiegsplatz, der Achte TV Refrath ist zwei Punkte voraus, Rosenheim nach dem Befreiungsschlag und dem Punktgewinn am Vortag gegen Düren etwas enteilt (6:10). Der Druck auf den TSV in den direkten Duellen gegen diese Teams ist nun enorm, Niederlagen gegen Düren, Refrath, Rosenheim sowie das Schlusslicht können sich die Trittauer im Abstiegskampf nicht mehr leisten. Am 15. Dezember muss der TSV zum Hinrundenabschluss in Düren ran.
Union Lüdinghausen – Trittau 6:0
Bosch/Zurwonne – Maas/Tabeling 21:8, 24:22; Schnaase/Piek – Lim/van Dooremalen 21:11, 21:13; Tan – Trisnanto 19:21, 21:17, 21:13; Schnaase – van Dooremalen 21:9, 21:0; Bosch/Piek – Tabeling/Lim 21:19, 21:15; Fransman – J. Persson 21:18, 21:10.
PTSV Rosenheim – TSV Trittau 4:2
Roth/Käsbauer – Maas/Tabeling 21:16, 13:21, 21:18; Herttrich/Bellenberg – van Dooremalen/Lim 13:21, 19:21; Obernosterer – Trisnanto 19:21, 15:21; Kunkel – Chan-Lam 21:15, 14:21, 22:20; Käsbauer/Herttrich – Maas/Lim 21:9, 21:13; Almer – N. Persson 21:17, 10:21, 21:17.

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