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Stormarner Tageblatt

26. September 2017 | 00:37 Uhr

Für Stormarn auf dem Laufsteg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Leser haben die Wahl: Michaela Stritzel aus Bargfeld-Stegen oder Yvonne Heitmann aus Tangstedt?

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2014 | 11:08 Uhr

„Ich wollte schon immer mal ein richtiges Model sein“, sagt Michaela Stritzel mit einem Augenzwinkern. Schon als junge Frau habe sie sich bei einem Model-Wettbewerb beworben. Zu ihrem 40. Geburtstag schenkten ihr Freunde ein Foto-Shooting auf dem Laufsteg. Ganz spontan entschied sie sich, beim Top Ten Model 2014 mitzumachen. „Ich habe mir auf Empfehlung einiger Freundinnen das Stormarner Tageblatt gekauft, fand darin im Journal den Aufruf und habe mich sofort beworben“, erinnert sich die 46-Jährige. Besonders ansprechend findet Michaela Stritzel die Idee, dass man nicht mehr so schön wie mit 20 aussehen müsse, sondern auch seine Lebenslinien durchaus zeigen könne. Wahnsinnigen Spaß habe das Treffen beim Casting in Büdelsdorf mit den anderen Models aus ganz Schleswig-Holstein gemacht: „Allein dafür hat sich meine Bewerbung schon gelohnt.“ Auf dem Laufsteg vor der Jury zu laufen – ein unvergessliches Erlebnis. Mode zu präsentieren, die ganz normale Frauen im Alltag tragen können – das würde ihr sehr viel Spaß bringen. Wenn sie unter den ersten zehn Kandidaten landet, hofft sie auf einen guten Kontakt zu den anderen Bewerberinnen. Neugierig sei sie auf das, was sie als Model noch erwarte und gibt zu: „Ich würde sehr gern auf dem Laufsteg die neue Mode präsentieren.“

Dem 1,73 Meter große Model, das Größe 38/40 trägt, liegen die Menschen am Herzen. Ihr Hobby hat die hübsche Kandidatin mit dem sympathischen Lächeln zum Beruf gemacht. Vor vier Jahren zog sie von Mecklenburg-Vorpommern nach Bargfeld-Stegen , wo sie das Kosmetikstudio „Natürlich schön“ betreibt. „Ich bin angekommen“, betont Michaela Stritzel, „Das ist meine Berufung.“ Ihren Kunden für ein paar Stunden etwas Gutes zu tun, sei sehr befriedigend. Die Mutter zweier erwachsener Kinder engagiert sich in ihrer Freizeit mit diversen Aktionen für das Kinderhospiz Greifswald und organisiert im Familientreff ihres Heimatortes unter anderem das große Bandfestival. Wenn noch Zeit bleibt, kocht sie gern und liest historische Romane. „Durch den Model-Wettbewerb komme ich mal aus meinen Gummistiefeln heraus“, schmunzelt Yvonne Heitmann. Täglich verbringt die Tangstedterin viele Stunden mit ihren Pferden – da ist natürlich modisch-elegante Kleidung nur bedingt angesagt. Aus einer spontanen Laune heraus bewarb sie sich beim Top Ten Model 2014 und wurde nun in die nächste Runde gewählt. Sie gewann ein Abonnement des Stormarner Tageblatts und fand darin den Aufruf zum Wettbewerb. „Frauen mit ganz normalen Maßen und Gewicht sollten auch Mode für ganz normale Frauen präsentieren“, sagt Yvonne Heitmann. Nur so könnten sie sich ein Bild davon machen, ob ihnen die Mode auch stehe. Ein wenig Erfahrung bringt die Sonderpädagogin, die an einer Förderschule in Norderstedt unterrichtet und in ihrer Freizeit außerdem als Reittherapeutin arbeitet sowie Voltigier-Unterricht anbietet, bereits mit: „Hin und wieder habe ich bereits für verschiedene Labels gemodelt.“ Dass dies für die Größe „Big Size“ war, kann man kaum glauben, denn die gebürtige Hamburgerin trägt Kleidergröße 38/40, ist 1, 73 Meter groß und schlank. Größe 38 gehöre ja schon zu Big Size, und das sei nun überhaupt nicht realistisch.

Gern erinnert sie sich an das Casting in Büdelsdorf. Allein für den schönen Tag und das Treffen mit den Models aus ganz Schleswig-Holstein habe sich ihre Bewerbung gelohnt. „Es war toll, auf dem Laufsteg vor Publikum zu laufen“, blickt sie zurück. Auch wenn sie zuerst den beiden anderen Models im Trio auf dem Laufsteg beinahe davongelaufen wäre, lacht sie. Das sei aber durchaus kein Ausschlusskriterium gewesen.. Für sie sei es kein Problem, sich vor Publikum zu präsentieren. Mit Menschen umgehen kann Yvonne Heitmann, die ledig ist und seit 30 Jahren in Tangstedt wohnt. Berührungsängste kennt sie nicht, sie geht offen auf die Menschen zu. Das bringe ihr Beruf mit sich. Freuen würde sie sich schon über eine Nominierung unter die ersten Zehn. Denn, meint sie mit einem Augenzwinkern: „Wenn ich tatsächlich eine Model-Karriere machen sollte, hätte ich nichts dagegen.“




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