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Stormarner Wochenschau : Für Mensch und Tier lief’s unrund

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Triebhaftes Verhalten führt gelegentlich zu Problemen. Das hat die zurückliegende Woche gezeigt.

Verlockend:

Also, rund läuft das alles nicht. Erst wurde altStadt relativ unfreundlich und ohne Rücksprache mit der Politik ausgebootet. Sicher kann man das nicht alleine der Verwaltung als Fehler anlasten. Auch wenn dem Verein in jüngster Zeit immer mehr die Puste ausgegangen ist, darf man nicht vergessen, dass da von etlichen Oldesloern eine ganze Menge Zeit, Energie und Herzblut reingesteckt worden ist – das war „unser“ Stadtfestverein. Dann hat die Stadt 20  000 Euro in ein Mittelalterspektakel investiert und hinterher haben sich alle gefragt: Was sollte das denn? Im September war die reichlich peinliche Sitzung, wo selbst der Hauptamtsleiter keinerlei Auskünfte zum Stadtfest geben konnte. Und jetzt also 10  000 Euro für den neuen Stadtfestorganisator. Das mag im Gesamtmaßstab des Haushalts und verglichen mit anderen Städten ein Klacks sein, aber es darf sich eben keiner darüber aufregen, dass Politik da mal besonders gründlich und mit Befindlichkeiten rauf guckt. Durchwinken kann keine Lösung sein. Vermutlich gibt es drei Möglichkeiten: Der Vertrag wird gekündigt (was auch immer das kosten mag) – Stadtfest tot. Die Stadt könnte die Notbremse für 2016 ziehen, die Zeit nutzen, zu definieren, was wir eigentlich wollen, um dann 2017 mit Volldampf durchzustarten. Oder aber, es kommen schnellstens alle Akteure an einen Tisch, klären Befindlichkeiten sowie offene Fragen und stehen dann hundertprozentig hinter Veranstalter Tiedemann. Punkt. Wenn noch lange weiter genörgelt wird, ist das für das Stadtfest tödlich.

 

Wer lockt wen?

Eigentlich muss man sich verwundert die Augen reiben. Bei 10  000 Euro für das Stadtfest wird ein Aufstand gemacht, weil doch ein kommerzieller Veranstalter nicht unterstützt werden darf … aber die mehr als 60  000 Euro für das Veranstaltungsmanagement werden mehr oder weniger durchgewunken? Hallo! 20  000 Euro für Halligalli in der Fußgängerzone? Geht’s noch? Das ist doch wohl Aufgabe der Geschäftsleute, für Stimmung vor ihren Läden zu sorgen. 5000 Euro für ein Jeden-Tag-Silvester-Konzert im Kurpark? Komisch, Dieter Harms sind die Tickets dermaßen aus der Hand gerissen worden, dass ein 2. Konzert am Sandkamp angesetzt werden musste – ohne städtische Zuschüsse. Andere Punkte könnte man ebenfalls kritisch hinterfragen. Hoffentlich passiert das noch.

 

Und ewig lockt das Weib

Wenn das Herz regiert, setzt mitunter der Verstand aus, kommt es zu den unmöglichsten Begebenheiten und Vorkommnissen. Nicht selten spricht man vom Tier im Manne. Der ein oder andere kann da sicherlich ein Lied von singen. Allerdings ist das nicht nur bei der Spezies Mensch so. In der Tierwelt verhält es sich ähnlich – wie in dieser Woche in Bad Oldesloe zu beobachten war. In der Innenstadt war im übertragenen Sinne die „Sau los“: Ein kapitaler Damhirsch galoppierte im Liebeswahn von der Olivet Allee zur Ida-Ehre-Schule und dort über den Schulhof auf die Mensa zu. Anzunehmen, dass das Tier mit dem gewaltigen Geweih auf der Suche nach der Herzallerliebsten war. Ist ja schließlich Brunftzeit. Dabei hat er sich völlig vergaloppiert und mehrfach die Glaswände touchiert. Für Schüler war das Heimat- und Sachkunde hautnah, für den Hirsch eine Tortur, die nicht ohne Blessuren abging. Nach der gläsernen Rammbock-Aktion blutete der verängstigte und schnaufende Hirsch und schob kurz Panik. Dann besann er sich und lief von dannen. Happy End unbekannt.

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 07.Nov.2015 | 08:30 Uhr

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