zur Navigation springen

Für ein Praktikum reiste eine Oldesloerin bis nach Südengland

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwei Wochen lang verbesserte sie bei „Daisy Cakes“ und „Daisy Bakes“ ihre Sprachkenntnisse und lernte viel über den Arbeitsalltag

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 11:50 Uhr

Ein Wirtschaftspraktikum ist fast an jeder Schule Pflicht. Die 18- jährige Schülerin der 13. Klasse an der Theodor-Mommsen-Schule durfte über zwei Wochen nach Torquay im Süden Englands reisen und im Café „Daisy Cakes“ und der dazugehörigen Bäckerei „Daisy Bakes“ ein Praktikum machen. Was sie dort und in ihrer Gastfamilie erlebt hat, schildert Carla Neitzke in ihrem Bericht.

Praktikumsbericht: Wie in der Schulzeit vorgeschrieben nahm ich an einem Wirtschaftspraktikum teil. Das Besondere daran: Ich durfte dafür nach England reisen. Über die Organisation „Training Partnership“ habe ich mich beworben und einen Platz bekommen. In der Bewerbung konnte man sich zwar keinen bestimmtem Betrieb wünschen, aber seine Vorlieben und Hobbys angeben, so dass man von der Organisation einen Praktikumsplatz zugewiesen bekam, der möglichst gut zu einem passte. Ich wurde „Daisy Cakes“, einem kleinen Café, zugeteilt. Dazu gehört noch „Daisy Bakes“, ein kleiner Laden, in dem Backzubehör verkauft wird. Dort werden auch die Torten, Kuchen, Muffins und Cupcakes für das Café hergestellt.

Am Sonnabend ging es ganz früh am Hamburger Flughafen los. Ich war sehr aufgeregt, denn es war auch mein erster Flug. Nachdem wir erst in London gelandet waren, ging es für mehrere Stunden mit dem Bus weiter. Abends kamen wir endlich in Torquay an. In meiner Gastfamilie habe ich mit einem Mädchen zusammen gewohnt. Unsere Familie war eine typische Patchworkfamilie. Wir hatten immer tolle Abende zusammen, mit Filmen oder langen Unterhaltungen, an die ich mich erstmal heranwagen musste.

Am Montagmorgen kam ich gerade noch rechtzeitig bei „Daisy Cakes“ an. Erst haben mir die Besitzer Kate und John alles gezeigt, bis es etwas voller wurde und ich meine erste Aufgabe, das Falten von Kartons, bekam. Währenddessen habe ich mich mit den Café-Besuchern unterhalten. Das ging erstaunlich gut, das Englisch-Sprechen kam von ganz allein. Viele verschiedene Aufgaben, von Tische abwischen bis zum Servieren, wurden mir in den zwei Wochen zugeteilt. Aber am meisten habe ich mich immer auf die Nachmittage gefreut. Dann durfte ich nämlich zu „Daisy Bakes“ hinübergehen und selber beim Backen und Verzieren helfen.

Da die beiden Betriebe zusammenhängende Familienunternehmen sind, fühlten sich alle sehr miteinander verbunden. Ich wurde sofort aufgenommen, als ob ich schon ewig dazugehören würde. Dadurch habe ich mich viel unterhalten und mich sehr schnell ans Englisch-Sprechen gewöhnt. Meine Kenntnisse verbesserten sich stetig. In meiner Freizeit war ich entweder noch in der Torquayer Innenstadt unterwegs oder bei meiner Gastfamilie. Nach dem täglichen Abendessen habe ich mich fast immer mit den anderen von unserer Gruppe in Torquay im „Green Ginger“ getroffen – dort gibt es die beste heiße Schokolade Englands.

An beiden Donnerstagen gab es ein Treffen von „Training Partnership“ . Dort kamen alle, die über die Organisation in Torquay waren, zusammen, um etwas zu unternehmen. Nach zwei Wochen, die wie im Fluge vergingen, hieß es ab nach Hause. Der Abschied fiel schwer. Doch im Flugzeug stellte sich langsam die Vorfreude auf Zuhause ein. Mein Wirtschaftspraktikum in Torquay war eine echt tolle Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde – gerne wieder bei „Daisy Cakes“. Auch wenn es bestimmt viele tolle Praktikumsbetriebe in Torquay und Umgebung gibt, „Daisy Cakes“ ist nicht zu toppen!

Durch ihren Aufenthalt in England hat Carla Neitzke viel Neues gelernt und sich persönlich weiterentwickelt. Sie würde jedem den Aufenthalt in Torquay empfehlen, der ein Stück über sich hinauswachsen möchte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen