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Stormarner Tageblatt

18. November 2017 | 00:25 Uhr

Bad Oldesloe : Für den Ernstfall vorgesorgt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beim Oldesloer Gesundheitsforum im Bürgerhaus geht es um Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2017 | 16:40 Uhr

Alter, Unfall schwere Krankheit – jeder Mensch kann in die Lage kommen, nicht mehr selbst über sein Leben bestimmen zu können. Wer bereits in gesunden Tagen seine Angelegenheiten regelt, kann später – auch bei Alter und Krankheit – selbstbestimmt leben. Doch welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es? Was ist eine Vorsorgevollmacht und in welchen Situationen benötigt man diese? Wie erstelle ich eine gute Patientenverfügung?

Diese und weitere Fragen beantworten Dr. Dr. Ulrich Kuipers, Chefarzt der Geriatrie der Asklepios Klinik Bad Oldesloe und Reinhard Onas, Geschäftsführer vom Betreuungsverein Stormarn e.V. im Rahmen des nächsten Gesundheitsforums zum Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“, das von der Asklepios Klinik, der Barmer und dem Stormarner Tageblatt am kommenden Mittwoch, 13. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus veranstaltet wird.

„Wollen Sie nur jemanden bevollmächtigen, in Gesundheitsfragen für Sie zu sprechen, dann genügt eine Vorsorgevollmacht. Eine Patientenverfügung regelt, welche Behandlungsmaßnahme der Arzt am Ende des Lebens durchführen darf und welche nicht“, erklärt der Chefarzt der Altersmedizin Dr. Dr. Ulrich Kuipers. Bereits bei der Aufnahme eines Patienten in die Geriatrie werden in einem sogenannten geriatrischen Assessment anhand von standardisierten Testverfahren erste Therapiemaßnahmen geplant. Außerdem wird abgefragt, ob der Patient über eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht verfügt. „Patientenverfügungen machen es den Medizinern leichter, ihre Entscheidungen für die weitere Behandlung zu treffen und die Motivation des Betroffenen zu verstehen“, so Dr. Kuipers. In seinem Vortrag erläutert der Chefarzt anhand von anonymisierten Fallbeispielen einige Entscheidungswege von Einzelfällen. Wichtig ist, dass die Menschen ihre Vorstellungen in einer Patientenverfügung so konkret wie möglich formulieren. „Im Patientenverfügungsgesetz ist die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen geregelt. Es gibt vielfältige Empfehlungen, aber leider sind die Vorschläge und Texte nicht immer für jeden verständlich geschrieben“, weiß Reinhard Onas aus seiner Beratungstätigkeit. Der Geschäftsführer gibt an dem Abend Tipps zur Erstellung einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. In übersichtlicher Form erfahren die Zuhörer mehr über die damit in Zusammenhang stehenden Rechtsfragen.

Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten individuelle Fragen der Besucher. Die Veranstaltung findet statt im Bürgerhaus, Mühlenstraße 23 in Bad Oldesloe. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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