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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 12:36 Uhr

Führungsfrage weiter offen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

DRK-Jahreshauptversammlung der Gegensätze: 1000 aktive Mitglieder – aber keiner will Vorsitzender sein

Die gute Nachricht zuerst: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bargteheide verzeichnet einen Mitgliederzuwachs: Genau 965 Aktive zählte der Ortsverein zu Jahresbeginn, das Gros kommt allerdings weiterhin aus der Altersgruppe über 60 Jahre.

„Der Verein steht wieder kerngesund da, die Arbeit läuft gut“, sagte Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Aber: Die Hilfsorganisation hat ein weiteres Jahr keinen Vorsitzenden. Niemand mochte auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung für den Vorsitz kandidieren. So obliegt es weiterhin der zweiten Vorsitzenden Renate Malchau, die Geschicke des Ortsvereins mehr oder weniger allein zu lenken.

Dass sich auch nach einem Jahr kein Nachfolger für den langjährigen Vorsitzenden Max-Jörn Thews gefunden habe, sei zwar traurig, aber auch als Kompliment für dessen engagierte Arbeit zu werten, so Görtz. Denn er habe Maßstäbe gesetzt – Für 17 Jahre Vorsitz im Bargteheider Kulturring und weitere 16 Jahre beim DRK wurde Thews mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet. Diese Auszeichnung werde nur selten vergeben, so Görtz.

Andere Personalfragen konnten hingegen geklärt werden: Mit Werner Grasmeier ist jetzt ein weiterer Mitarbeiter für die kostenlose und vertrauliche DRK-Schuldnerberatung zusammen mit Karin Jäger tätig (Termine können unter Tel. (04532) 26 13 90 vereinbart werden). Claudia Voss verstärkt das Team als neu gewählte Beisitzerin, Karl-Wilhelm Erxleben als Kassenprüfer. Jutta Schmidt übernimmt wiederum die Leitung der Kleiderkammer von Hannelore Fonfana.

Wo das DRK in Zukunft seinen Sitz haben wird, ist noch offen. „In zwei bis drei Jahren wird es einen neuen Sitz für ein Hilfszentrum geben“, so Görtz. Darüber berate zurzeit eine Arbeitsgruppe. Es geht dabei vor allem um die Sicherheit der Feuerwehrleute, die im jetzigen Hilfszentrum nach heutigen Anforderungen nicht mehr gewährleistet ist. Eine Erweiterung am jetzigen Standort würde nach Schätzungen zwei Millionen Euro kosten. Das hätten die Gremien abgelehnt und einen Neubau beschlossen. Möglicherweise könne das DRK aber im 1977 errichteten „Altbau“ bleiben, wenn die Stadt ihn verkauft. „Auch die DLRG muss berücksichtigt werden“, so Görtz.

Weiterhin sucht der Ortsverein aber einen neuen Vorsitz. Wer Interesse hat, einen Verein mit fast 1000 Mitgliedern zu leiten und in einem ehrenamtlichen Team von 101 Mitarbeitern (davon 88 ehrenamtlich) zu arbeiten und mitzumachen, kann sich unter info@drk-bargteheide.de anmelden.

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