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Zwischenbilanz : „Fühle mich wie in einer anderen Welt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Hoher Aufwand, viele Zuschauer, kleine Ziele: Vor dem Auswärtsspiel beim BV Cloppenburg am Sonntag (15 Uhr) lässt Olaf Gehrken, Vorsitzender des Fußball-Regionallisten SV Eichede, die ersten Wochen des Aufsteigers in der Fußball-Regionalliga Revue passieren.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 08:00 Uhr

Vier Spiele, drei Punkte, ein umgebautes Ernst-Wagener-Stadion und eine beherzt auftretende Mannschaft, die es nach dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Nord mit den „Großen“ aufnehmen darf. Der SV Eichede hat die ersten Wochen des großen Abenteuers hinter sich gebracht. Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim BV Cloppenburg (Anpfiff: 15 Uhr) sprach das Stormarner Tageblatt mit Vereinsboss Olaf Gehrken, der die Anfangsphase der neuen Spielzeit Revue passieren ließ.

Olaf Gehrken, wie fühlt sich nach vier Spieltagen das Abenteuer Regionalliga an?

Toll. Wir haben immer davon geträumt, in der vierten Liga zu spielen, jetzt dürfen wir das – und es macht Spaß. Ich fühle mich zum Teil wie in einer anderen Welt, das alles ist kein Vergleich mehr zu den vergangenen Jahren in der SH-Liga. Der Aufwand auf und neben dem Platz ist für alle Beteiligten gestiegen. Viele Dinge, wie der Umgang mit Verbänden, Statuten oder auch der Stadionumbau, sind sehr zeitintensiv. Doch bei uns ziehen alle an einem Strang und nehmen das gern in Kauf.

Der Aufwand zahlt sich aus, wie mehr als 500 Zuschauer pro Heimspiel im Schnitt beweisen. Hätten Sie gedacht, dass zu den Spielem im Ernst-Wagener-Stadion so viele Fans kommen?

Klar wünscht man sich das, doch das, was hier passiert, ist einfach sensationell. Man merkt, dass etwas entsteht. Schaut man zum Beispiel nach Norderstedt, dann sind wir mit den über 500 Zuschauern, die uns im Schnitt besuchen, absolut zufrieden. So etwas hat es zuvor in meinen 20 Jahren beim SV Eichede noch nie gegeben. Wir wissen zwar, dass hier niemals eine Fankultur wie in den großen Städten entstehen wird. Doch die Unterstützung unserer Mannschaft ist klasse – wie nicht zuletzt die Szenen nach dem letzten Heimspiel gezeigt haben. Trotz der 1:4-Niederlage gegen Havelse gab es nach dem Abpfiff Applaus für die Mannschaft.

Mit drei Punkten aus vier Spielen steht Eichede derzeit auf einem Nichtabstiegsplatz. Ist der SVE sportlich schon in der Regionalliga angekommen?

Schaut man sich die Spiele an, denke ich schon. In keiner der bisherigen Partien sind wir richtig abgewatscht worden. Auch bei den Niederlagen gegen die noch unbesiegten Flensburger, sowie beim Nachwuchs des SV Werder Bremen und gegen Meisterschaftsfavorit TSV Havelse haben wir gezeigt, dass wir nahezu auf Augenhöhe agieren können. Dazu ist es uns gelungen, mit dem SC Victoria Hamburg einen Traditionsverein mit 2:1 zu bezwingen. Das ist doch super.

Am Sonntag geht es nach Cloppenburg. Was erhoffen Sie sich bei den Niedersachsen – und können Sie das Spiel live vor Ort verfolgen?

Ob ich mitfahren kann, entscheidet sich kurzfristig. Ich muss nicht immer dabei sein, lege auch Wert darauf, bei allen anderen Teams im Verein mal vorbeizuschauen. Für das Spiel gegen Cloppenburg wünsche ich mir, dass wir etwas Zählbares mitnehmen. Natürlich ist der Gegner Favorit, doch wir fahren gut vorbereitet dort hin. Unser Trainer Oliver Zapel hat sicherlich einen Matchplan in der Tasche – vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung.

Und wenn es eine Niederlage setzen sollte?
Klar würden einige enttäuscht sein. Es wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Doch auch das ist ein Lernprozess, mit Niederlagen und daraus resultierender Kritik von außen umzugehen. An unserem Ziel hat sich nichts geändert. Wir wollen die Klasse halten und sind nach aktuellem Stand auf einem guten Weg, das zu realisieren.

Personallage: Es fehlen Kevin Heitbrock (Muskelbündelriss), Sebastian Meyer (Schambeinentzündung), Fynn Berndt (Bandscheibenprobleme), Michael Meyer (Futsalturnier in Finnland) und Sammy Güzel (Gelb-Rot-Sperre).


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