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Stormarner Tageblatt

25. November 2017 | 07:02 Uhr

Frühjahrsbelebung hält an

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

237 Arbeitslose weniger im Kreis Stormarn / Quote sinkt auf 3,5 Prozent / 1417 Geflüchtete betreut

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Stormarn weiter gesunken. Im April waren 4386 Frauen und Männer auf Jobsuche, 237 weniger als im März. Die Quote sank um 0,1 auf 3,5 Prozent. Gegenüber April 2016 ist das eine Verbesserung um 0,2 Punkte. Vor einem Jahr waren 4669 Menschen arbeitslos gemeldet. „Die Frühjahrsbelebung hält an. Der Rückgang ist deutlich stärker ausgefallen als in den Aprilmonaten der Vorjahre“, sagt Klaus Faust (Foto), Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur. Die gute Lage spiegelt sich auch in der Zahl der offenen Stellen wider. Mit den 533 im April gemeldeten sind es jetzt 1963 sozialversicherungspflichtige Stellen in Stormarn, vier Prozent mehr als im März und fast 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen. Ausgebildete Fachkräfte haben beste Chancen bei der Jobsuche“, sagt Faust, der allen, die demnächst die Abschlussprüfung machen und noch keine Stelle in Aussicht haben, sich schon jetzt bei der Agentur zu melden. Als besonders erfreulich wertet Faust, dass fast alle Gruppen von der positiven Entwicklung profitieren konnten. So ist die Zahl jüngerer Jobsuchender, der Älteren, der Langzeitarbeitslosen sowie von Menschen mit Behinderung gesunken. Lediglich bei Ausländern liegt sie höher.

513 der 4386 Arbeitslosen sind Flüchtlinge und Asylbewerber. Insgesamt werden von der Agentur und dem Jobcenter 1417 Geflüchtete betreut. Gut zwei Drittel besuchen einen Sprach- oder Integrationskursus oder eine berufsvorbereitende Maßnahme und gelten damit nicht als arbeitslos. Auch Arbeitsunfähige sowie Teilnehmer in Weiterbildung oder Arbeitsgelegenheiten werden nicht bei den Arbeitslosen, aber in der Statistik zur Unterbeschäftigung mitgezählt. Dort ist die Zahl im April zwar um 156 auf 6446 gesunken, das sind aber immer noch 314 mehr als vor einem Jahr. Auch dieses Plus ist auf die Flüchtlinge zurückzuführen, die Kurse belegen. Im Herzogtum Lauenburg, das zur Oldesloer Agentur gehört, war die Entwicklung ähnlich wie in Stormarn. Die Arbeitslosenzahl sank um 171 auf 5636, die Quote um 0,2 auf 5,5 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 5,9 Prozent. Anders als in Stormarn ist die Zahl der Unterbeschäftigten im Lauenburgischen im Jahresvergleich aber nur um 2,8 Prozent gesunken. Die Quote ist mit 7,6 Prozent aber deutlich höher als in Stormarn mit 5 Prozent.

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