Frühjahrsbelebung auf Arbeitsmarkt

Heike Grote-Seifert
Heike Grote-Seifert

Quote sinkt um 0,2 auf 3,6 Prozent – Unterbeschäftigung nimmt wegen der Flüchtlinge aber zu

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31. März 2017, 11:11 Uhr

Die Zahl arbeitsloser Menschen hat sich in Stormarn zum Frühjahrsbeginn um 150 auf 4623 verringert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 auf 3,6 Prozent. Das sind auch 0,2 Punkte weniger als vor einem Jahr. „Mit dem Ende der kalten Jahreszeit hat der Arbeitsmarkt angezogen und Unternehmen stellen verstärkt ein. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fällt in diesem Jahr besonders deutlich aus“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Oldesloer Arbeitsagentur.

Und sie ist optimistisch, dass die Quote weiter sinkt. Für das erste Quartal 2017 sind dem Arbeitgeber-Service 1515 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, der höchste Wert seit 2010. „Damit setzt sich die positive Entwicklung in Stormarn fort.“ Vor allem Unternehmen im Bereich Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, verarbeitenden Gewerbe sowie die der Arbeitnehmerüberlassung stellen zurzeit neue Mitarbeiter ein.

Bei der Unterbeschäftigungsquote, bei der auch die mitgezählt werden, die Kurse absolvieren oder an Maßnahmen der Agentur teilnehmen, sieht die Entwicklung nicht zu gut aus. Die Quote liegt seit Monaten bei 5,2 Prozent, was aktuell 6613 Personen betrifft. Vor einem Jahr waren es 427 oder 0,3 Prozentpunkte weniger.

Das deckt sich fast mit der Zahl der Flüchtlinge, für die nach der Anerkennung das Jobcenter zuständig ist. Insgesamt werden von Agentur und Jobcenter Stormarn 1371 geflüchtete Menschen betreut. Die Mehrzahl der Flüchtlinge – 861 – besucht einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine berufsvorbereitende Maßnahme der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos.

Im Kreis Herzogtum Lauenburg ging die Quote ebenfalls um 0,2 Punkte zurück. 5807 Arbeitslose bedeuten eine Quote von 5,7 Prozent. Im Jahresvergleich ist das ein Rückgang um 0,1 Punkte. Besser steht der Nachbarkreis bei der Unterbeschäftigung da. Die Quote ging um 0,2 auf 7,7 Prozent zurück und liegt damit auf Vorjahresniveau.

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