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Ahrensburg: : Früheres Gemeindehaus ist jetzt Flüchtlingsunterkunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Übergabe an die Stadt: Verein „Heimat“hat den Gebäudekomplex neben der St. Johanneskirche erworben.

Ende gut, alles gut. Seit gestern gibt es für das frühere Gemeindehaus und das angrenzende Pastorat der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes in Ahrensburg eine neue Verwendung. Der Gebäudekomplex wurde der Stadt als Flüchtlingsunterkunft übergeben. Neuer Eigentümer der Backsteinbauten ist seit Mitte Dezember 2015 der seit 1949 bestehende Verein „Heimat“.

„Jetzt schließt sich der Kreis“, sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Wahl und erinnerte an die Anfänge des Vereins. „Damals haben wir Vertriebenen geholfen, jetzt sind es Flüchtlinge, denen wir helfen.“ Der Verein „Heimat“ hat Pastorat und Gemeindesaal von der Kirchengemeinde Ahrensburg gekauft und vermietet die Räumlichkeiten nun an die Stadt Ahrensburg, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Insgesamt 22 Räume stehen nach Umbauten und Sanierung zur Verfügung, Platz ist für etwa 40 bis 50 Flüchtlinge. Unter anderem wurde der frühere große Gemeindesaal in vier Räume unterteilt, zwei neue Küchen wurden eingebaut, dazu Sanitäreinrichtungen. Kosten der Umbauen: rund 160  000 Euro.
Die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft ist ganz im Sinne des Beauftragtengremiums und des Fördervereins St. Johannes. Vorangegangen war eine rund zweijährige Diskussion zwischen Stadtverordneten, der Stadtverwaltung und der Kirche. Die Kirchengemeinde hatte zunächst versucht, das Gebäude an die Stadt zu verkaufen, allerdings waren die Vertragsverhandlungen gescheitert. Eine Überlegung war damals auch, das Gemeindehaus für die Hortplätze der Grundschule am Reesenbüttel zu nutzen. Erst in einer zweiten Verhandlungsrunde gab es den Durchbruch, nachdem sich der Verein „Heimat“ ins Spiel gebracht hatte. Von vornherein klar war allerdings auch, dass die Kirchengemeinde das Gebäude wegen fehlender finanzieller Mittel nicht aus eigener Kraft sanieren konnte.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen Mitte März die ersten Bewohner in das Haus n der Rudolf-Kinau-Straße einziehen.


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