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A1 stundenlang gesperrt : Fruchtlaster kippt in Baustelle um

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Nacht ist ein 54-jähriger Trucker aus Holland mit seinem Sattelzug auf der Autobahn 1 verunglückt. Die Autobahn Richtung Norden war mehrere Stunden gesperrt.

Etwa anderthalb Kilometer vor der Anschlussstelle Reinfeld noch im Baustellenbereich war der Fahrer mit seinem Truck auf die Bankette geraten, er fuhr einen Abhang hoch und kippte schließlich um. Der Sattelzug, beladen mit 18 Tonnen Südfrüchten, die von Holland nach Helsinki geliefert werden sollten, blieb auf der rechten Fahrspur in Richtung Norden liegen.

Zunächst versuchten die Beamten der Autobahnpolizei, den Verkehr an der Unfallstelle vorbei zu leiten, doch dann stand plötzlich ein Schwertransport mit Überbreite vor ihnen – der passte nicht vorbei. Den Beamten blieb nichts anderes übrig, als die A1 in Richtung Norden komplett zu sperren. Eine Umleitung erfolgte über die B75 nach Reinfeld und dort wieder auf die A1.

Die Fahrzeuge, die hinter der Unfallstelle im Stau standen, wurden wieder zur Abfahrt Bad Oldesloe zurückgeführt. Ein Schwertransport samt Begleitfahrzeug musste aber auf dem zurzeit stillgelegten „Rastplatz Melmshöhe“ stehen bleiben.

Mit zwei Telekränen wurde der havarierte Sattelzug wieder aufgerichtet. Die Bergungsarbeiten fanden auf engstem Raum statt, da im Baustellenbereich nur zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung stehen. „Die Problematik war, dass wir im Baustellenbereich den Verkehr nicht anders ableiten können, dass wir keine Ausweichmöglichkeiten haben und dass es dann sofort zur Vollsperrung und auch zur Staubildung kommt“, erklärt Georg Ruge, Chef der Oldesloer Autobahnpolizei. Zudem hätten die Kollegen etliche Schwertransporte zurückführen müssen und das allein sei schon eine langwierige Sache gewesen.

Ruge zweigte sich hochzufrieden mit der doch schnellen Bergung des Sattelzugs – nach etwas mehr als zwei Stunden stand das Gefährt wieder auf seinen Rädern und konnte abgeschleppt werden. Die Autobahnmeisterei reinigte noch die Straße, ehe der Verkehr in Richtung Norden wieder freigegeben werden konnte.

Die Polizei schätzte den Sachschaden auf etwa 10 000 Euro. Die Ladung war so gut gesichert, dass nur wenige Kisten mit Birnen und Knoblauchzehen herunter gefallen waren.

Der Unfall ereignete sich im Baustellenbereich kurz hinter der Raststätte Trave, die auf der anderen Seite der Autobahn liegt. Um 1.52 wurde der Rettungsdienst alarmiert, konnte jedoch wieder einrücken, da der Fahrer des Sattelzugs unverletzt war. Sieben Minuten nach dem Rettungsdienst wurden die Feuerwehren aus Reinfeld und Bad Oldesloe alarmiert, weil Betriebsstoffe auslaufen sollten. Da auch das nicht der Fall war, rückten die Brandschützer ebenfalls wieder ein. Während der Bauzeit werden im Bereich der Baustelle immer die Feuerwehren aus beiden Richtungen alarmiert, für den Fall, dass eine Wehr wegen der Staubildung nicht an den Einsatzort gelangen kann.

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