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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 06:06 Uhr

Fritz Theede jetzt Ehrenwehrführer

vom

125 Jahre Feuerwehr Oelixdorf: Zwei Tage gefeiert mit Festkommers und vielen Spielen auf dem Gelände bei der Feuerwache

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Oelixdorf | Fritz Theede (66) ist Ehrenwehrführer der Gemeinde Oelixdorf. Diese hohe Auszeichnung wurde ihm auf der Feier der Feuerwehr zum 125-jährigen Bestehen zuteil. 24 Jahre lang war er Wehrführer der Gemeinde, einige Jahre auch stellvertretender Amtswehrführer. Als besonderes Geschenk überreichten ihm Bürgermeister Jörgen Heuberger und Wehrführer Gunnar Lauritzen einen Bildband mit Bildern von ihm aus 50 Jahren, eine Ehrenurkunde und ein Kunstwerk in Form einer Flamme. Fritz Theede - sichtlich gerührt - erklärte: "Alles war nur möglich, weil ich die Unterstützung der Kameraden hatte." Und er sagte allen Ehefrauen "Danke". Sie seien es, bei denen die Feuerwehrleute Trost finden nach einem schweren Einsatz.

Zwei Tage lang wurde das Jubiläum gefeiert - mit einer Festveranstaltung mit geladenen Gästen und am Tag darauf mit einem Tag der offenen Tür sowie abends mit einem Ball im Gasthof "Unter den Linden". Zur Jubiläumsveranstaltung kamen zahlreiche Gäste: unter ihnen Landrat Torsten Wendt, Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann und die Abordnungen der Nachbarwehren. Bürgermeister Heuberger erinnerte in seiner Festrede an die Geschichte der Feuerwehr Oelixdorf und erzählte: 1963 bekam die Feuerwehr das "erste selbstfahrende Feuerwehrfahrzeug". Ansonsten gab es einen VW-Bus mit einer Drehleiter auf dem Dach. "Das war schon grenzwertig." Wer diesen Bus ins Gerätehaus fuhr, musste erst die Seitenspiegel einklappen.

Ernster waren die Worte von Gunnar Lauritzen. Er erklärte, die Oelixdorfer Wehr sei heute zwar noch gut aufgestellt, doch müssten die Kräfte künftig gemeindeübergreifend gebündelt werden.

Kreispräsident Tiemann plädierte, gemeinsam daran zu arbeiten, die Organisation Feuerwehr attraktiver zu machen. Auch "für Jugendliche, Frauen, Migranten und Menschen mit Behinderungen." Passive Mitglieder seien auch willkommen.

Kreisbrandmeister Frank Raether überbrachte die Ehrenurkunde des Landes zum Jubiläum und beförderte zudem Marco Lau zum Oberlöschmeister. Der ehemalige Bürgermeister Kurt von Soosten wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Von einer "soliden Superfeuerwehr" sprach Amtswehrführer Frank Lobitz und betonte: "Macht Werbung für Eure Feuerwehr." Itzehoes Wehrführer Peter Happe bot an, eine gemeinsame Kampagne zu starten, um mehr Frauen zu werben. "Unsere gute Zusammenarbeit besiegeln wir jetzt mit einem Handschlag." Auch die Vertreter der örtlichen Vereine gratulierten, wobei Thies Möller vom Oelixdorfer Musikzug ein praktisches Geschenk dabei hatte: Seine Leute musizierten an diesem Abend.

Am nächsten Tag waren Groß und Klein zum "Tag der offenen Tür" eingeladen. Bei herrlichen Sommertemperaturen wurde viel geboten: Unter anderem Spiele, Rundfahrten mit zwei Feuerwehrfahrzeugen, eine Show von Oldtimern, ein großes Kuchenbüfett und Grillwurst satt. Ein Höhepunkt war "Spiel ohne Grenzen" mit Mannschaften der Wehren aus dem Amt Breitenburg und aus Itzehoe. Die Spiele organisierte Michael Martini.

Teilnehmer und Zuschauer hatten dabei viel Spaß. Unter anderem mussten die Akteure durch eine Röhre klettern und dabei einen "Verletzten retten". Diese Spielstation wurde mit Bravour abgelegt. Beim Schlauchverlegen hatten die Itzehoer allerdings Pech. Der Zusammenschluss klappte nicht, so dass eine große Wasserfontäne für viel Heiterkeit sorgte. Die Lacher hatten die fünf vom Itzehoer-Team noch mal auf ihrer Seite. Gemeinsam mussten sie auf Skiern laufen. Und das klappte Dank des Kommandos "rechts-links" so perfekt, dass die folgenden Mannschaften dies übernahmen. Die Itzehoer trugen letztlich den Sieg davon. Zweiter wurden die Münsterdorfer, dritter die Wehr Wulfsmoor/Hingstheide.

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