„Frischer Wind für Trittau“

Christian Winter,  Trittau.
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Christian Winter, Trittau.

Zwei weitere (unabhängige) Kandidaten gehen ins Rennen um den Bürgermeisterposten

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12. März 2014, 14:39 Uhr

Den richtigen Takt hat er als Hobby-Schlagzeuger bestimmt. Jetzt möchte Eckhard Frahm aus Bordesholm, Bürgermeister in Trittau werden. Die erforderlichen Unterstützerunterschriften hat er an Bürgermeister Walter Nussel überreicht. 130 Bürger hatten für den Verwaltungsfachmann unterschrieben. Frahm ist verheiratet und hat eine Tochter. Derzeit ist er als Fachbereichsleiter Bauen und Liegenschaften im Kreis Plön beschäftigt und trägt die Verantwortung für 40 Mitarbeiter. Davor war er in verschiedenen Verwaltungen in Ostholstein und in einem Immobilienberatungsbüro tätig. Seine beruflichen Erfahrungen sieht er als großen Pluspunkt, denn die Vielzahl der Aufgaben eines Bürgermeisters erfordern aus seiner Sicht in vielen Fällen einen Verwaltungsfachmann.

„Frischer Wind für Trittau“ ist sein Motto, den Schwerpunkt will er auf Haushalt und Ortsentwicklung legen. „Trittau hat seine Einwohnerzahl in den letzten 20 Jahren verdoppelt, und die Prognose liegt bei 13 Prozent mehr Einwohnern. Darin liegen Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt der 52-Jährige. In den Gesprächen mit Bürgern hat und will er erfahren, was den Leuten unter den Nägeln brennt und sein Wahlprogramm daran ausrichten.

Frahm sieht es durchaus als Vorteil darin, von außen zu kommen und einen unvoreingenommenen Blick auf die Belange der Gemeinde zu richten. In seiner Heimatstadt ist er kommunalpolitisch für die SPD tätig, tritt in Trittau aber als unabhängiger Bewerber an und wünscht sich einen fairen und respektvollen Wahlkampf.

Ebenfalls in der SPD ist seit 2007 Christian Winter aus Trittau politisch tätig. Jetzt möchte er hier Bürgermeister werden. Auch er tritt als unabhängiger Kandidat an, weil die SPD bereits Dr. Katherine Nölling aus Grönwohld nominiert hat. Seit 2011 sitzt der Volkswirt im Gemeinderat. Seine Posten als Vorsitzender des Finanzausschusses und die Mitwirkung in den anderen Ausschüssen hat er für die Kandidatur daher niedergelegt.

Sein Schwerpunkt sind die Finanzen und Wirtschaft. „Wenn die Finanzen nicht stimmen, hat man nicht viel Spielraum“, sagt der 32-Jährige. Das Vereinsleben sieht er als Basis einer aktiven Gemeinde an, sagt: „Da haben wir gut gewirtschaftet und kostenlose Räume angeboten z. B. im Bürger- und Campehaus – das will ich fortführen.“ Zudem setzt Winter auf frühzeitige, vorausschauende Planung und Verwaltungsarbeit, damit solche schnellen Entschlüsse wie für den Bau des neuen Kindergartens nicht nötig sind.

Im Moment sammelt der Kandidat noch die erforderlichen Unterschriften und renoviert nebenbei sein kürzlich gekauftes, älteres Haus. In diesem Jahr möchte er beruflich durchstarten – entweder als neuer Bürgermeister oder als Volkswirt. In der SPD fühlt er sich nach wie vor politisch richtig aufgehoben, auch wenn die Partei ihn nicht nominiert hat, obwohl er frühzeitig sein Interesse bekundet hatte.

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