Frischer Karpfen trifft frischen Soul

So sieht es aus, das Objekt der Tischwirt-Begierde: Einer der berühmten Reinfelder Karpfen auf dem Fangtisch zwischen vielen Rotaugen.  Fotos: Niemeier
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So sieht es aus, das Objekt der Tischwirt-Begierde: Einer der berühmten Reinfelder Karpfen auf dem Fangtisch zwischen vielen Rotaugen. Fotos: Niemeier

In Reinfeld wurde kräftig abgefischt und aufgetischt: Schwere Brocken,schöne Songs und ein zufriedener Teichwirt

shz.de von
25. Oktober 2015, 18:21 Uhr

Als sich ein Kescher nach dem nächsten auf dem Tisch vor dem Fischverkauf am Karpfenplatz entlud, entspannten sich die Gesichtszüge von Teichwirt Alfred Wenskus. „Ich denke, wir können zufrieden sein“, sagte er. Befürchtungen, dass die „Karpfenernte“ ähnlich mau ausfallen könnte, wie vor einigen Wochen beim Abfischen des Schulteiches, bestätigten sich nicht. „Diese Tendenz hat sich nicht fortgesetzt – zum Glück“, so Wenskus. „Die Kormorane und die wieder heimisch werdenden Otter machen uns trotzdem das Leben schwerer als früher“, beschrieb Wenskus seine Hauptsorgen.

Hinzu käme es, dass sehr viele Rotaugen mit in den Keschern seien. Das erschwere das Sortieren. „Aber auch das bekommen wir mit den fleißigen Helfern hin. Somit ist alles gut.“ Neben den geschuppten Tieren holte man übrigens auch drei Fahrräder aus dem Teich.

Auf dem Karpfenplatz fand derweil als Rahmenprogramm ein gut besuchter Landmarkt statt. „Das Wetter ist gut, die Leute strömen hierher. Das Konzept geht voll auf“, freute sich Eventorganisator Martin Huss. Musikalisch setzte er dieses Jahr statt auf einen Shantychor auf die Soul- und Funkband „Gran Torino“, die beim Publikum mit Klassikern und Hits wie „Word up“ oder „Crazy in love“ gut ankam. „Wir wollten dieses Mal auch was für eher jugendliche Besucher anbieten“, erklärte Huss die Entscheidung.  

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