Lübeck : Friedrichs: „Momentan passt einfach alles“

VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs (Mitte) mit Gerrit Claasen (li.) und Jörg Engelhardt (re.), die bis Saisonende gemeinsam die Geschicke beim Handball-Zweitligisten leiten werden.
VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs (Mitte) mit Gerrit Claasen (li.) und Jörg Engelhardt (re.), die bis Saisonende gemeinsam die Geschicke beim Handball-Zweitligisten leiten werden.

Michael Friedrichs, Geschäftsführer des VfL Lübeck-Schwartau, spricht über den Trainerwechsel und Zukunftsplanungen.

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29. März 2019, 14:01 Uhr

Der kurzfristige Trainerwechsel hat sich nicht negativ auf die Leistung von Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau ausgewirkt. Der Tabellenfünfte (35:19 Punkte) konnten auch ohne Torge Greve seine Serie auf sechs Siege in Folge ausbauen. Wir sprachen vor der Auswärtspartie beim Tabellen-14. TSV Bayer Dormagen (22:32) mit VfL-Geschäftsführer Michael Friedrichs.

Michael Friedrichs, nach dem Wechsel von Trainer Torge Greve nach Gummersbach hat der VfL beide Spiele gewonnen. Haben Sie damit gerechnet?
Ich habe es natürlich gehofft. Und ich muss sagen: Momentan passt einfach alles. Gegen Nordhorn war das zuletzt eine starke Leistung. Die Halle war erneut ausverkauft, die Stimmung toll und wir haben verdient gegen ein Spitzenteam gewonnen. Dementsprechend zufrieden sind wir.

Mit Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt fungieren die bisherigen Greve-Assistenten nun als Interimstrainer. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich für eine interne Lösung entschieden haben?
Es gab mehrere Gründe, die dafür sprachen. Die beiden kennen die Mannschaft und die Abläufe bestens. Nachdem wir Rücksprache mit den Spielern gehalten und sie in die Entscheidung mit einbezogen haben, war klar, dass wir es so machen – auch wenn es noch zwei andere Varianten gab.


Im Sommer wird Piotr Pryzebecki Cheftrainer, wird Gerrit Claasen dann wieder Co-Trainer?
Dazu kann ich noch nichts sagen, die Besetzung dieses Postens hat aktuell nicht oberste Priorität. Momentan geht es darum, einen starken Kader für die neue Spielzeit auf die Beine zu stellen.

Sie sprechen es an: Toni Podpolinski hört auf, Sebastian Damm und Antonio Metzner wechseln ins Oberhaus. Haben Sie schon Ersatz gefunden?
Wir geben keine Wasserstandsmeldungen ab, sind aber natürlich am Ball. Fakt ist, dass wir nicht nur im rechten Rückraum was machen müssen. Wir wissen ja auch noch nicht, wie sich die Situation bei Jonas Ottsen und Steffen Köhler entwickelt. Beide Verträge laufen im Sommer aus.

Entscheiden Sie allein, was beim Thema Personal passiert?
Nein, ich habe natürlich gewisse Vorstellungen und unterbreite unserem neuen Trainer Vorschläge, umgekehrt ist das auch der Fall. Wir tauschen uns aus und wollen keinen Schnellschuss machen. Spieler, die wir holen, müssen auch zu einhundert Prozent zu uns passen.


Zum Ligaalltag: Der VfL muss in Dormagen ran. Was erwarten Sie, den siebten Sieg in Folge?
„Klar, wir wollen gewinnen, bleiben aber demütig. Dormagen hat zuletzt deutlich gegen TUSEM Essen gewonnen. Das zeigt, was in dieser Spielklasse so abgeht. Wir sind also gut beraten, auf dem Boden zu bleiben.

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