Bad Oldesloe : Friedhof – bester Platz für Werbung?

Schlechter Scherz: Für Westfalia-Werbung gehört der Friedhof zu den besten Plätzen der Stadt.
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Schlechter Scherz: Für Westfalia-Werbung gehört der Friedhof zu den besten Plätzen der Stadt.

Eine neue Satzung erlaubt in Bad Oldesloe jetzt auch große Werbewände. Direkt am Friedhof wurde jetzt eine aufgestellt. Der Spruch dazu ist etwas verunglückt.

Andreas Olbertz. von
03. Juni 2016, 06:00 Uhr

Ursprünglich ging es mal darum, der Sparkasse das Hissen von Flaggen vor dem Stammhaus zu ermöglichen – das war nämlich bis dato verboten. Uwe Rädisch (CDU) machte sich deshalb für eine Neufassung der städtischen Werbesatzung stark. Das Projekt entpuppte sich als gar nicht so einfach, wie Laien es möglicherweise empfinden mögen – Politik und Verwaltung diskutierten einige Jahre daran herum. Noch bevor die neue Satzung in trockenen Tüchern war, hatte die Stadt die Vermarktung zukünftiger Werbefläche nach einer ebenfalls aufwändigen Ausschreibung an ein Firma vergeben. Prompt gab es Ärger als Änderungen am Satzungsentwurf beschlossen wurden.

Und jetzt zeigen sich die ersten Auswirkungen (mal abgesehen von den neuen Flaggen vor der Sparkasse): Nein, nicht die zahlreichen Bürgermeister-Wahlplakate, sondern die ersten Großflächen-Werbewände. Ausgerechnet am Friedhof wirbt die Firma „Westfalia-Werbung“ mit dem Slogan „Die besten Plätze der Stadt“. Der Friedhof zählt sicher zu den besten Ecken in Bad Oldesloe, aber ob das wirklich gemeint ist ... Ein bewusstes Spiel mit Doppeldeutigkeit? Wie das Unternehmen den Spruch interpretiert, wird ein paar Meter weiter offensichtlich: An der Kreuzung Hamburger – Theodor-Strom-Straße wurde eine weitere Werbewand mit diesem Slogan aufgestellt. Und die Ecke ist alles andere als schön, sondern nur vielbefahren. Werbetechnisch dürfte es sich deshalb in der Tat um einen der besten Plätz der Stadt handeln.

Laut Präambel sollen Werbeanlagen „zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung des öffentlichen Raumes beitragen“

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