Bargteheide : Freizeitbad bleibt Freizeitbad

Dieses Bronzerelief im Bad erinnert bereits an Hans Behnke.
Dieses Bronzerelief im Bad erinnert bereits an Hans Behnke.

Politik möchten keinen neuen Namen für das Freibad. Verbessert werden soll die Ausstattung der Stadtbücherei

shz.de von
09. Februar 2018, 06:00 Uhr

Das Freizeitbad in Bargteheide erhält keinen Namen. Der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport lehnte jetzt einen Vorschlag ab, das Freibad nach Hans Behnke zu benennen. Der Lehrer und Schwimmpädagoge hatte sich für den Bau des Bads in Bargteheide engagiert, das 2018 sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. „In diesem Jahr wäre Hans Behnke 125 Jahre alt geworden“, so Manfred Giese, der den Namensvorschlag gemacht hatte. Der Vater des Schwimmsports in Bargteheide könnte damit geehrt werden.

Ebenso gut könne auch Hans-Heinrich Gaycken geehrt werden, sagte Siegrun Jonuscheit (FDP). Der ehemalige Bürgervorsteher habe sich als Gründer einer Stiftung maßgeblich und mit Weitblick für den Bau des Bads eingesetzt. Doch auch dafür gab es keine Mehrheit. Ebenfalls abgelehnt wurde der Vorschlag von Wiebke Garling-Witt (Grüne). Sie hatte die Gründung einer eigenen Stiftung zur Förderung des Schwimmsports vorgeschlagen, die Behnkes Namen tragen sollte. „Immer weniger Kinder können schwimmen“, sagte sie, „Hans Behnke ist deshalb als Vorbild wichtig.“

„Wir haben schon eine Stiftung für Bargteheide, die diese Aufgabe übernehmen könnte“, so Mathias Steinbuck (CDU). Zustimmung fand der Vorschlag von Wiebke Garling-Witt, den nach Behnke benannten Fußweg zum Freizeitbad mit so genannten QR-Codes aufzuwerten. Die Kinder könnten so Informationen über Hans Behnke und Hans-Heinrich Gaycken abrufen. Die Verwaltung wurde mit der Umsetzung beauftragt. Auch eine Tafel am Freibad-Gebäude soll an die Stiftung erinnern. Sie soll angebracht werden, wenn es saniert wird – voraussichtlich im kommenden Herbst.

Verbessert werden soll die Ausstattung der Stadtbücherei. Alle 56 000 Medien werden mit RFID-Chips ausgestattet. Die Nutzer können ihre Entleihungen damit am Ausgang selbst buchen und über das Smartphone verwalten. Zugleich wird damit Diebstahl verhindert. „Wir brauchen ein Sicherungssystem“, so Leiterin Regina Falkner, „denn es wurde ein hoher Schwund festgestellt.“

Zudem soll das Mobiliar erneuert werden. Es besteht zum großen Teil noch aus der Erstausstattung aus dem Jahr 1991. Mit Kosten von 58 000 Euro wird gerechnet, 75 Prozent davon können voraussichtlich mit Fördermitteln des Landes gedeckt werden.










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