Delingsdorf : Freiwillige Feuerwehren proben Gasbrand-Ernstfall

50 Feuerwehrleute aus Stormarn lernten, worauf es beim Löschen eines Gasbrandes ankommt.
50 Feuerwehrleute aus Stormarn lernten, worauf es beim Löschen eines Gasbrandes ankommt.

Was ist bei einem Unfall mit austretendem Gas zu tun? Die Delingsdorfer Wehr war zu einer Übung in Hamburg eingladen.

shz.de von
28. Mai 2015, 11:57 Uhr


Alarm auf dem Gelände der Feuerwehrakademie Hamburg in Hamburg-Billbrook: In einer technischen Baugrube hat sich Gas entzündet. Für die anwesenden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Stormarn ist höchste Vorsicht geboten, um den Brand zu löschen.

Zum Glück handelte es sich nicht um einen Ernstfall, sondern nur um eine Übung. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Stormarn haben gemeinsam mit Schleswig-Holstein Netz das Löschen eines Gasbrandes geprobt. Der Netzbetreiber hatte hierfür die Freiwilligen Helfer in die Feuerwehrakademie Hamburg eingeladen.

Hintergrund der Einladung war der große Gasschaden, der im Februar dieses Jahres in der Gemeinde Delingsdorf im Zuge von Bauarbeiten aufgetreten war (wir berichteten). Hier waren die Wehren unter anderem aus Delingsdorf, Bargteheide, Jersbek, Bünningstedt und Klein Hansdorf-Timmerhorn im Einsatz. Glücklicherweise kam es dort zu keinem Brand, jedoch wurde durch diesen Vorfall allen Beteiligten bewusst, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist, sollte es zum Ernstfall kommen.

„Mit den Feuerwehren im Kreis Stormarn verbindet uns eine enge Partnerschaft“, sagt Kommunalbetreuer Thomas Rath von Schleswig-Holstein Netz. „Beim Einsatz in Delingsdorf waren rund 100 Helfer im Einsatz. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.“

Experten von Schleswig-Holstein Netz erläuterten den rund 50 Kameraden, worauf es beim Löschen eines Gasbrandes ankommt. So muss als erstes die betreffende Gasleitung abgesperrt werden, damit die Zufuhr von Brennstoff unterbleibt. Würde man die Flamme löschen, würde Brennstoff nachströmen und damit Explosionsgefahr eintreten. Sicherheitsmaßnahmen bei Gasaustritten wurden ebenfalls erläutert. Die Kameraden aus dem Kreis Stormarn sind nun bestens für die Zukunft gerüstet.

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