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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 12:50 Uhr

Freies Parken für E-Autos

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

E-Autos sollen in der Hansestadt Lübeck künftig kostenlos auf den Parkplätzen der KWL stehen dürfen

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 13:26 Uhr

In Lübeck gibt es rund 90  000 Autos mit Verbrennungsmotoren, aber nur 77 mit einem reinen elektrischen Antrieb. Eine Arbeitsgruppe hat untersucht, wie die E-Mobilität gefördert werden kann. Unter anderem sollen Elektrofahrzeuge in Zukunft die öffentlichen Parkplätze in Lübeck und Travemünde kostenlos nutzen können. Für E-Bikes wird es Schließfächer mit Ladeeinrichtung für die Akkus geben.

Vor einem Jahr hat die Bürgerschaft beschlossen, dass die Verwaltung die Förderung der Elektromobilität in Lübeck prüfen solle. Dafür haben sich die städtischen Bereiche Wirtschaft, Stadtgrün und Verkehr sowie die Zulassungsstelle mit der Polizei und den Stadtwerken an einen Tisch gesetzt.

Ein Vorschlag aus der Politik war, die Lübecker Innenstadt für E-Autos zu öffnen. Die Haltung der Expertenrunde: Das kann nicht empfohlen werden. Es steht im Gegensatz zu der Idee der verkehrsarmen Innenstadt. Denkbar wäre lediglich, dass die E-Fahrzeuge die Zufahrt zum Hochschulstadtteil durch die Schranke an der Uni nutzen könnten. Dafür wäre nur eine einmalige Registrierung des Kennzeichens notwendig. Auch die Zufahrt durch die Carl-Gauß-Straße soll für diese Fahrzeuge freigegeben werden.

Auch die Freigabe von Busspuren wurde geprüft. Das sei nicht sinnvoll, so die Expertenrunde. Viele Busspuren seien nur kurz, andere haben Ampelschaltungen mit einem getrennten Signal für Linienbusse. Und am Mühlentorplatz sei die Situation auch jetzt schon ohne neue Sonderregelungen unübersichtlich.

Immerhin einen Ansatz wird die Hansestadt verfolgen. E-Autos sollen in Zukunft kostenlos auf den Parkplätzen der städtischen Gesellschaft KWL stehen dürfen. Das gilt für die Bereiche, an denen ein Tagesticket verfügbar ist.

Und auch die E-Bikes bekommen ein besseres Angebot. Noch in diesem Jahr bekommen die Bahnhaltepunkte Travemünde-Hafen und Travemünde-Skandinavienkai Schließfächer mit Ladeeinrichtungen für die Akkus. Die Kosten von 223  000 Euro werden vom Land und der Metropolregion Hamburg gefördert.

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