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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 06:09 Uhr

Bad Oldesloe : Frau Holle, Punsch und Würstchen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Premierenwochenende für den neuen Weihnachtsmarkt in der Bad Oldesloer Mühlenstraße verläuft erfolgreich.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 06:00 Uhr

Frau Holle schüttelte ihre Kissen aus, Bürgermeister Jörg Lembke hielt eine Rede, Bürgerworthalter Rainer Fehrmann gratulierte den Organisatoren und der Weihnachtsmann kam auch vorbei – der erste Oldesloer Weihnachtsmarkt in der Mühlenstraße ist seit Sonnabend offiziell eröffnet. Damit findet eine jahrelange Diskussion ihr vorläufiges Ende. Zahlreiche Oldesloer Bürger und Geschäftsleute hatten immer wieder betont – dass der kleine „Weihnachtsmarkt am Mühlrad“, den der „Wir für Bad Oldesloe“ Verein von der aufgelösten Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute geerbt hat – romantisch und schön sei, aber nur wenige Tage für Adventsatmosphäre in der Innenstadt sorge. Während im vergangenen Jahr erste Konzepte noch abgelehnt wurden, setzte sich dieses Mal Organisator Sebastian Hagen mit seiner Idee bei der Ausschreibung durch.

„Was hier entstanden ist, auch mit der Unterstützung durch unser Team aus dem Kulturbüro der Stadt, kann sich sehen lassen. Dafür danke ich Ihnen und allen Mitwirkenden“, sagte Lembke in Richtung Hagen bei der Eröffnung. Erste Resonanzen seitens der Besucher waren fast durchweg positiv. Der Standort sei gut, befanden gleich mehrere Geschäftsleute, denn hier würden keine Schaufenster von Läden wochenlang verstellt. Das sei in der Hindenburgstraße oder der Besttorstraße so nicht möglich. „In dieser Straße ist ansonsten sehr wenig los. Hier findet nun eine echte Belebung statt. Das gefällt mir sehr“, so die ehemalige GOK-Vorsitzende und „Wollywood“- Inhaberin Susanne Relling Peters. Auch Maik Neudek vom gleichnamigen Geschäft zeigte sich überzeugt. „Ich hoffe jetzt, dass die Oldesloer den Markt auch annehmen“, sagte er.

„Diese Märkte sind ja überall sehr ähnlich. Eine große Ausnahme macht der hier jetzt nicht. Aber er passt zu Bad Oldesloe und zu dem was der Oldesloer halt so möchte“, glaubt Besucher Rainer Fischer. Wenn es Kritik gab, dann in die Richtung, dass ein Bühnenprogramm schön gewesen wäre und dass zwei Kunsthandwerkerstände ein Bisschen zu wenig seien. „Wir sammeln jetzt Erfahrungen und schauen, was wie angenommen wird. Ausbauen kann man im nächsten Jahr immer noch“, so Hagen.

Der Organisator zeigte sich mit den ersten beiden Tagen „absolut zufrieden. Das Angebot an den Buden werde sehr gut angenommen“, sagte er. „Insgesamt war es eine Punktlandung. Ich hatte auch nach dem Ergebnis der Ausschreibung nicht so viel Zeit. Im nächsten Jahr ist dann da auch ein bisschen mehr Puffer für den Vorlauf. Bisher bin ich sehr positiv gestimmt“, sagte er. „Dass der Stadtgrill hier in der Straße so gut mitmacht und sich um Deko und Weihnachtsbäume gekümmert hat, zeigt mir, dass wir an einem Strang für Bad Oldesloe ziehen“, so Hagen weiter. „Ich finde, dass man sieht, dass sich Gedanken gemacht wurden und der Organisator sich bei der Ausgestaltung wirklich Mühe gegeben hat. Das Erscheinungsbild ist gelungen“, so Tabea Braun vom Veranstaltungsmanagement der Stadt.

Damit die Dekorationsgegenstände auch die Nächte bis Ende Dezember überstehen, hat Sebastian Hagen übrigens einen Sicherheitsdienst engagiert. „Das ist zwar teuer, aber sonst geht das leider nicht“, sagt er. Der Markt endet am 30. Dezember. Er bleibt nur am ersten und zweiten Weihnachtstag geschlossen.

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