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Im Gespräch : „Frage mich, warum wir Letzter sind“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nils Lange, Ersatzkapitän von Fußball-Regionalligist VfB Lübeck, über die aktuelle Lage und die Partie gegen FT Braunschweig.

Aufgrund des heutigen Testspiels in Lübeck zwischen Fußball-Bundesligist Hamburger SV und dem italienischen Team Lazio Rom wurde das ursprünglich für morgen, 14 Uhr, angesetzte Regionalliga-Match des VfB Lübeck gegen FT Braunschweig um vier Stunden nach hinten verlegt. Der Grund: Die Zeit wird benötigt, um das Stadion wieder fit zu machen. Doch auch wenn das Aufsteigerduell in Liga vier sicherlich keinen ganz so großen Rahmen erhalten wird, wie tags zuvor der Auftritt von Weltmeister Miroslav Klose und Co., könnte die Begegnung für Lübeck richtungweisend werden. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Meppen und dem unnötigen 1:2 in Havelse steht der SH-Liga-Meister derzeit für viele überraschend mit leeren Händen da und ziert das Tabellenende in der Regionalliga Nord. Das Stormarner Tageblatt sprach mit Ersatzkapitän Nils Lange, der den an einer Zehenentzündung laborierenden Moritz Marheineke vertritt, über die aktuelle Lage.

Nils Lange, wie schwer fällt Ihnen der Blick auf die Tabelle?

Spaß macht das sicherlich nicht. Vor allem, weil ich mich frage, warum wir Letzter sind und Teams vor uns stehen, die eigentlich schlechter sind als wir. Aber im Endeffekt liegt das auch an uns selbst. Leider haben wir bis jetzt noch nicht unter Beweis stellen können, was wir wirklich drauf haben.

 

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Da kommen mehrere Faktoren zusammen. In der Regionalliga wird natürlich ein komplett höheres Tempo gespielt. Man bekommt keine Zeit, den Ball anzunehmen. Die Teams sind robust und abgezockt, bestrafen konsequent jeden Fehler. In der SH-Liga hat auch mal Durchschnittliches gelangt, um zu punkten.

 

Befindet sich Ihr Team noch in einer Art Findungsphase?

Nein, ich denke die haben wir hinter uns und sind in der vierten Liga angekommen. Gegen Meppen war das sicher noch so. In Havelse, vor allem in der zweiten Halbzeit, lief das schon alles viel besser. Da waren wir dicht dran an einem Punktgewinn, haben leider nur nicht unsere eigenen Chancen so genutzt, wie es hätte sein müssen.

 

Also hat der VfB ein Problem in der Offensive?

Das kann man so oder so sehen. Klar ist es ein Manko, dass wir teilweise beste Möglichkeiten nicht nutzen. Im Umkehrschluss ist es aber auch positiv, dass wir uns überhaupt diese Vielzahl an Chancen erarbeiten und herausspielen. Das macht Mut, dass bald die Kehrtwende folgt und wir Punkte einfahren. Das 9:1 unter der Woche gegen Güster (im Wettbewerb „Meister der Meister“, Anm. d. Red.) hat zudem für mehr Selbstvertrauen gesorgt.

 

Morgen gegen die FT Braunschweig gibt es die nächste Chance, Zählbares einzufahren. Ein Gegner, den Sie schon in der Aufstiegsrunde klar und deutlich mit 5:1 an der Lohmühle bezwungen haben. Wird das ein Selbstgänger?

Sicherlich nicht. Wir wären falsch beraten, das zu glauben. Damals schwebten wir auf einer Euphoriewelle, hatten einen super Lauf und eine extrem breite Brust. Dazu noch die Rückendeckung von fast 6000 Zuschauern. Doch es hat sich einiges geändert. Im Kader der Braunschweiger stehen jetzt andere Namen, gute Spieler, die mit den zwei Remis an den ersten beiden Spieltagen auch schon bewiesen haben, dass sie absolut in der Liga mithalten können. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich gewinnen. Ich jedenfalls habe ein gutes Gefühl, glaube daran, dass uns das auch gelingt.

Anpfiff: Sonnabend (18 Uhr) an der Lohmühle.

SR: Patrick Schult (Hamburg).

Nicht dabei: Trainer Denny Skwierczynski (krank), Moritz Marheineke (Zeh entzündet), Sven Theißen (Zeh gebrochen) und Ricardo Radina (gebrochene Kniescheibe).

Voraussichtliche Aufstellung des VfB Lübeck: Toboll – Bohnsack, Wehrendt, Nogovic, Steinfeldt – Voss, Lange – Richter, Meyer (Rave), Thomas (Senger) – Sirmais.

 

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