Trittau : Fracking: Amtsausschuss befürchtet Kehrtwende

 Das „Erlaubnisfeld Schwarzenbek“ erstreckt sich auch auf Teile des Kreises Stormarns.
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Das „Erlaubnisfeld Schwarzenbek“ erstreckt sich auch auf Teile des Kreises Stormarns.

Gremium der Amtsgemeinden beschließt Resolution und stellt Aufsuchungserlaubnis in Frage.

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22. April 2014, 05:45 Uhr

Auch der Amtsausschuss Trittau hat eine Resolution gegen Fracking beschlossen. Die Politiker stellen sich insbesondere gegen die Erteilung einer so genannten „Aufsuchungserlaubnis“, ohne dass die einzelnen Gemeinden darüber informiert geschweige denn gefragt werden. „Bis heute liegen dem Amt keine offiziellen Informationen über die erteilte Erlaubnis in Schwarzenbek vor, die in Hamfelde, Trittau, Grönwohld und Witzhave auch Stormarner Gebiet betrifft“, sagt Amtsvorsteher Ulrich Borngräber. Die Aufsuchungserlaubnis ist allerdings keine Erlaubnis zum Bohren, es würden nur die Rahmenbedingungen geprüft, erläutert Borngräber.

Zudem richtet sich die Resolution dagegen, dass Bergrecht gilt. Es müsse in Hinblick auf Umweltbelange grundlegend reformiert werden. Trittaus Amtsbürgermeister und -politiker befürchten eine Kehrtwende der Bundespolitiker, die Fracking zunächst verbieten wollten, sich jetzt jedoch teilweise anders äußern. „Dann nützt es auch nichts, wenn unser Umweltminister Habeck dagegen ist“, meint Borngräber. Für alle Schäden, die durch Fracking entstehen, will das Amt Trittau das Land in Haftung nehmen.

Der Kreis Hohe Geest prüft zurzeit, ob er gerichtlich gegen die Aufsuchungserlaubnis vorgehen will. Die Bürger sollen demnächst in einer Veranstaltung informiert werden. Als Referent ist Dr. Carl-Heinz Schulz von der Unteren Wasserbehörde in Herzogtum Lauenburg vorgesehen. Der Termin steht noch nicht fest. Die Resolution im Wortlaut ist auf der Homepage www.trittau.de unter Öffentliche Sitzungsvorlagen zu finden.

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