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Fotoausstellung "Altersarmut hat viele Gesichter"

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Ahrensburg | Notwendige Reparaturen werden hinausgezögert, Lebensmittel nicht eingekauft, Besuch nicht eingeladen: Wer im Alter arm ist, versucht seine Armut oft aus Scham zu verstecken und gerät schnell in die soziale Isolation. Mit der Fotoausstellung "Altersarmut hat viele Gesichter" im Peter-Rantzau-Haus will der Awo-Ortsverein diese Armut sichtbar machen. Die Bilder der Fotografin Cynthia Rühmekorf ermöglichen einen ungeschönten Einblick in die Lebensrealität von Armut betroffener älterer Menschen. "In der Realität werden solche Einblicke meist nicht gewährt", sagt Uwe Frensel vom Awo-Landesverband: "75 Prozent der betroffenen Senioren verstecken ihre Armut aus Scham und aus der Angst, anderen zur Last zu fallen."

Cynthia Rühmekorf studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hildesheim. Seit 1985 arbeitet sie als freie Fotografin und Grafikerin und kann heute beide Berufe oft miteinander verbinden. Ihr größtes fotografisches Projekt war die Dokumentation von Kinderarmut in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Die Wanderausstellung tourte zehn Jahre durch Deutschland.

In Ahrensburg wurde die Ausstellung, die zehn Tage zu sehen ist, gestern Abend von der Awo, dem SoVD und dem DGB eröffnet. Ein Grußwort sprach die Vorsitzende des Kreissozialausschusses, Margot Sinning (SPD). Am 19. August ist eine Infoveranstaltung geplant, in der Hintergründe zur Altersarmut erläutert werden. Und zur Finissage am 22. August zeigt das Peter-Rantzau-Haus ab 18 Uhr eine Dokumentation über die Lebenswelten älterer Menschen in Armut. Anschließend möchte der Awo-Ortsverein mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft diskutieren.

Die Ausstellung ist Teil der Kampagne "Altersarmut bekämpfen - heute die Weichen für morgen stellen!" von Awo, DGB und SoVD. Sie fordern "armutsfeste Löhne", Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung mit einer Sicherung des Lebensstandards.

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